Wenn eine geopolitische Krise sich sowohl als Markenexposition als auch als Einkaufswagen-Wahnsinn entpuppt… Ein Kleidungsstück der Sportbekleidung ist nach einem online geposteten Bild von Donald Trump, auf dem Venezuelas gestürzter Präsident Nicolás Maduro das „Must-Have“-Modeartikel des Jahres 2026 trägt, zu einer globalen Sensation geworden.
Wir leben nicht in einer ernsthaften – oder beruhigenden – Timeline.
Nach der Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro teilte Donald Trump ein Bild auf seiner Truth Social-Plattform, das einen handgefesselten Maduro zeigt, der an Bord der USS Iwo Jima nach New York City transportiert wird.
Das Bild machte internationale Schlagzeilen und zeigt Maduro, der offenbar einen Nike-Trainingsanzug trägt.
Während einige das Ende einer Diktatur sahen oder wie eine militärische Razzia alarmierend eine US-imperialistische Intervention widerspiegelt, die gegen das Völkerrecht verstößt, konzentrierten sich andere auf die Mode des Ganzen und machten Maduro zum unwahrscheinlichen ersten Fashion-Influencer des Jahres 2026.
In der Tat hat das Bild seit seiner Veröffentlichung einen Anstieg der Suchanfragen nach dem Heather Grey Nike Tech Fleece verursacht, das Streetwear-Outfit ging online viral und löste eine Welle von „Just Coup It“-Memes und „steal the look“-Beiträge aus, die die Kosten des Outfits aufschlüsseln.
Kommentare reichten von „Product Placement ist völlig verrückt geworden“ bis zu „Diese Kampagne wird von Nike finanziert“ und mehrere wiesen darauf hin, dass Nike von dieser Gratis-Werbung profitiert.
Die Suchanfragen nach „Nike Tech“ bei Google stiegen laut Google Trends deutlich an und erreichten am 4. Januar einen Höchstwert von 100 Punkten.
Nike Tech wurde laut PeakMetrics zwischen dem 3. und 5. Januar in über 5.000 Posts pro Tag auf X erwähnt – im Vergleich zu rund 325 Posts pro Tag im Durchschnitt vom 1. November bis 31. Dezember.
Dies hat dazu geführt, dass graue Nike Tech-Jacken – nun als „Maduro-Grau“ bezeichnet – auf der US-Website von Nike in nahezu jeder Größe ausverkauft sind.
Nike hat sich zu der Situation nicht geäußert – was entweder eine frustrierende Erinnerung daran ist, dass Branding und Geschäft in jeder gegebenen Situation ihr konsumorientiertes Gesicht zeigen werden, und/oder eine traurige Anklage darüber, wie Lifestyle-Trends auch in geopolitischer Turbulenz entstehen.