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Niedrigwasser an der Donau enthüllt das Wehrmacht-Motorrad am Flussbett

10. August 2026

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Extrem niedrige Wasserstände der Donau in Budapest haben eine spektakuläre Entdeckung zutage gefördert: ein nahezu intaktes Wehrmachtsmotorrad aus dem Zweiten Weltkrieg, das jahrzehntelang im Schlamm neben anderer Munition verborgen war.

Der Wasserstand der Donau war noch nie so niedrig. Der Niedrigwasserstand hat das zutage geführt, was seit Jahrzehnten am Flussbett verborgen lag, darunter ein Wehrmachtsmotorrad, ein DKW NZ 350-1-Modell aus dem Zweiten Weltkrieg.

Es wurde im Flussbett im Herzen der ungarischen Hauptstadt Budapest gefunden, auf der Höhe des Parlamentsgebäudes. Für die Mitarbeiter des örtlichen Instituts und Museums der Militärgeschichte ist es eine echte Entdeckung, die nur einmal in einem Jahrhundert vorkommt. Das Fahrzeug sei laut Institut fast vollständig intakt. Es sei im Schlamm der Donau erhalten geblieben.


DKW racing motorcycles from 1939 and 1931, archive


Das aufgefundene Motorrad ist ein Modell, das speziell für den Kriegseinsatz entwickelt wurde und ab 1944 hergestellt wurde. Bis zum Ende des Krieges im Jahr 1945 wurden etwa 12.000 Stück gebaut. Sein Vorläufer, die DKW (Quellenangabe auf Deutsch) NZ 350, erreichte laut ADAC eine Höchstgeschwindigkeit von 105 km/h.

Das Motorrad wurde von Auto Union AG hergestellt, einem Auto- und Motorradhersteller, der 1932 gegründet wurde. Auto Union AG entstand durch den Zusammenschluss mehrerer Marken, darunter Audi.

Bis Herbst 1936 war die NZ-Reihe, bestehend aus den Modellen 250 und 350, bereit für die Serienproduktion. Allerdings, weil eine andere Motorradreihen so gut lief, ging man erst 1938 in die Serienproduktion.

Bei früheren Modellen des Herstellers waren die Rahmenteile noch durch Schrauben verbunden. Bei der NZ-Reihe wurden sie geschweißt. Da dies eine große Menge an Elektrizität erforderte, konnte die Arbeit nur nachts erfolgen, wenn das Stromnetz nicht stark ausgelastet war.

German troops drive through Liège, 30 May 1940

German troops drive through Liège, 30 May 1940


Deutsche Antipanzerminen, Überreste von Handgranaten und Artilleriegeschossen wurden ebenfalls am Donaubett gefunden. Das Ungarische Institut für Militärgeschichte sagt, dass dieser Abschnitt des Flusses als eine „Kriegs-Schuttdeponie“ genutzt worden sein könnte.

Ab März 1944 belagerten deutsche Truppen Budapest. Zwischen Oktober 1944 und Februar 1945 fand die Schlacht um Budapest zwischen der Sowjetischen Roten Armee und deutschen sowie ungarischen Kräften statt. Rund 30.000 Deutsche, mehr als 17.000 Ungarn und etwa 80.000 sowjetische und rumänische Soldaten wurden getötet. Nach der Kapitulation der verbleibenden deutschen Einheiten wurde Budapest am 13. Februar 1945 befreit.

Lennart Krüger

Lennart Krüger

Ich bin Lennart Krüger, Redakteur bei S-Bahn Hamburg. Ich schreibe über Stadtleben, Kultur und alles, was Hamburg bewegt – von neuen Projekten bis zu verborgenen Geschichten. Meine Leidenschaft: die Vielfalt dieser Stadt in Worte zu fassen.