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Norwegen verteidigt Vorhaben, den Verkauf eines Raketensystems nach Kritik aus Malaysia abzubrechen

18. Mai 2026

Das Außenministerium Norwegens sagte, dass Exporte einiger der als besonders sensibel geltenden Verteidigungstechnologien des Landes auf seine Verbündeten und engsten Partner beschränkt würden.

Das norwegische Außenministerium hat eine Entscheidung verteidigt, Exportlizenzen im Zusammenhang mit einem Marine-Missilesystem für Malaysia zu widerrufen, nachdem Kuala Lumpur davor gewarnt hatte, dass dieser Schritt das Vertrauen in europäische Verteidigungslieferanten beeinträchtigen könnte.

Der Schritt hatte die Lieferung des Naval Strike Missile-Systems sowie der Startkomponenten blockiert, die im Rahmen des Abkommens von 2018 für Malaysias Littoral-Kampfschiff-Programm vorgesehen waren. Der Kauf war als Teil der umfassenden Marine-Modernisierungsbemühungen der südostasiatischen Nation geplant gewesen.

Das norwegische Ministerium erklärte am Freitag, dass Oslo zwar die Beziehung zu Malaysia „äußerst schätze“, es jedoch die Aufsicht über Verteidigungstechnologie erhöht habe und Exporte einiger seiner „am sensibelsten“ im Inland entwickelten Produkte auf seine Verbündeten und engsten Partner beschränken werde.

Der malaysische Premierminister Anwar Ibrahim hatte derweil zu Beginn dieser Woche davor gewarnt, dass der Beschluss das Vertrauen in europäische Verteidigungslieferanten untergraben und Malaysias Einsatzbereitschaft beeinträchtigen könnte.

Verträge seien „kein Konfetti, das in einer so launenhaften Weise verstreut werden soll“, sagte Anwar. „Wenn europäische Verteidigungslieferanten sich das Recht herausnehmen, Verträge ungestraft zu brechen, verliert ihr Wert als strategische Partner jeglichen Halt.“

„Malaysia hat seit 2018 jede Verpflichtung aus diesem Vertrag erfüllt: gewissenhaft, treu und ohne Zweideutigkeit“, fügte er hinzu.

Malaysia hatte 2018 den Deal über das NSM-Anti-Schiff-Raketen-System mit Kongsberg Defense & Aerospace in Norwegen vereinbart. Malaysias Verteidigungsminister Mohamed Khaled Nordin hat gesagt, dass die Regierung bereits rund 95 % des Vertrags bezahlt habe.

Nach Angaben von Kongsberg ist das NSM eine subsonische Rakete, die See- und Landziele treffen kann.

Die Rakete verfügt außerdem über See-Skimming-Fähigkeiten und ist laut der Website des Unternehmens mit „Autonomous Target Recognition“ ausgestattet.

Lennart Krüger

Lennart Krüger

Ich bin Lennart Krüger, Redakteur bei S-Bahn Hamburg. Ich schreibe über Stadtleben, Kultur und alles, was Hamburg bewegt – von neuen Projekten bis zu verborgenen Geschichten. Meine Leidenschaft: die Vielfalt dieser Stadt in Worte zu fassen.