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Sechzehnjähriger Junge nach Schulangriff in Süddeutschland festgenommen, Bayerische Polizei meldet

9. Juli 2026

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Die Polizei bat die Bevölkerung, den Bereich nach dem Vorfall in Schongau zu meiden, einer Stadt nördlich der Alpen mit etwa 12.000 Einwohnern.

Mindestens zwei Mädchen wurden schwer verletzt und ein 16-jähriger Verdächtiger wurde nach einem Angriff an einer Sekundarschule im süddeutschen Bundesland Bayern am Mittwoch festgenommen.

Der Täter schien absichtlich die Welfen-Gymnasium in der Stadt Schongau ins Visier genommen zu haben, in einer mutmaßlichen „Raserei“, erklärte ein Polizeisprecher der AFP.

Sie konnte Presseberichte, die behaupteten, der Angreifer habe bei dem Angriff ein Messer benutzt, nicht bestätigen.

Die örtliche Polizei schrieb auf ihrem X-Konto, dass „ein mutmaßlicher Täter festgenommen wurde“, und ergänzte später, dass es sich um „einen 16-jährigen Jungen“ handle.

Anfangs hatten die Polizisten von „mehreren“ Verletzten gesprochen, und später am Mittwochnachmittag hieß es, „nach aktuellem Stand seien zwei Mädchen schwer verletzt“.

Sie erklärten, dass das „Leben der Mädchen nicht in Gefahr“ sei und gaben nicht an, ob es sich um Schülerinnen der Schule handelte.

Die Polizei sagte, dass sie „derzeit davon ausgeht, dass der Täter allein gehandelt hat.“


Polizeiautos vor der Welfen-Hochschule in Schongau, 8. Juli 2026


Große Operation

Die Polizei bat die Bevölkerung, den Bereich nach dem Vorfall in Schongau zu meiden, einer Stadt nördlich der Alpen mit etwa 12.000 Einwohnern.

Eine Anlaufstelle für Eltern und Angehörige der Schülerinnen und Schüler der Schule wurde an der Feuerwache von Schongau eingerichtet.

Die Bild-Zeitung berichtete, dass sechs Hubschrauber von der Polizei eingesetzt worden seien, darunter einer zur Versorgung der Verletzten.

Police tape cordoning off Welfen High School in Schongau, 8 July, 2026

Abbruchband der Welfen-Hochschule in Schongau, 8. Juli 2026


Einer der Hubschrauber kam auch bei der Suche nach dem Verdächtigen zum Einsatz, der kurz auf der Flucht war, bevor ihn die Polizei fand und festnahm.

Schwere Gewalt an Schulen und anderen Bildungseinrichtungen ist selten, aber nicht unbekannt in Deutschland.

Im vergangenen Jahr wurde ein 45-jähriger Lehrer an einem Berufskolleg in der westdeutschen Stadt Essen schwer verletzt.

Der mutmaßliche Haupttäter, ein 17-jähriger Kosovare, wurde von der Polizei angeschossen, bevor er festgenommen wurde. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, aus jihadistischen Motiven gehandelt zu haben.

Im Januar 2022 tötete ein 18-jähriger Deutscher einen Studenten in einem Hörsaal der Universität Heidelberg und verletzte drei weitere Studierende, bevor er sich selbst erschoss.

Am 11. März 2009 beging ein 17-jähriger Jugendlicher, Tim Kretschmer, ein Massaker an seiner ehemaligen Sekundarschule in Winnenden bei Stuttgart.

Er tötete 15 Menschen, darunter neun Schülerinnen und Schüler, drei Lehrerinnen und Lehrer und drei Passanten, bevor er sich selbst tötete.

Und im Jahr 2002 tötete ein 19-jähriger Schütze 16 Menschen, darunter 12 Lehrkräfte und zwei Schülerinnen und Schüler, an einer Schule in der östlichen Stadt Erfurt.

Lennart Krüger

Lennart Krüger

Ich bin Lennart Krüger, Redakteur bei S-Bahn Hamburg. Ich schreibe über Stadtleben, Kultur und alles, was Hamburg bewegt – von neuen Projekten bis zu verborgenen Geschichten. Meine Leidenschaft: die Vielfalt dieser Stadt in Worte zu fassen.