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Sensation am Himmel: Ein „Quasi-Mond“ begleitet die Erde seit 60 Jahren – eine der faszinierendsten Entdeckungen der Astronomie

16. Februar 2026

Der Blick ins All enthüllt immer wieder Unerwartetes, auch in unserer scheinbar vertrauten Nachbarschaft. Trotz immer besserer Teleskope und automatischer Himmelsdurchmusterungen bleiben manche Begleiter der Erde lange unentdeckt. Eine neu identifizierte Quasi-Mond-Bahn wirft nun ein frisches Licht auf die Feinmechanik der Gravitation in unserem Sonnensystem. Sie zeigt, wie subtil Resonanzen wirken können, selbst wenn die Abstände enorm erscheinen.

Ein übersehener Begleiter seit mehr als einem halben Jahrhundert

Im August 2025 registrierte das hawaiianische Pan-STARRS-Teleskop ein Objekt im Sternbild Südlicher Fisch. Die Bahnrekonstruktion enthüllte rasch, dass der Asteroid 2025 PN7 die Erde in fast identischem Tempo um die Sonne begleitet. Archivdaten aus dem Jahr 2014 zeigen seine Spur bereits deutlich, was auf eine lange Kohabitation hindeutet. Dynamische Modelle legen nahe, dass dieses Objekt seit rund 60 Jahren mit uns unterwegs ist und das wohl noch Jahrzehnte bleiben wird. Veröffentlicht wurden die Ergebnisse von Carlos und Raúl de la Fuente Marcos in den Research Notes of the American Astronomical Society.

Anders als ein klassischer Satellit kreist 2025 PN7 nicht um die Erde und wird auch nicht nur vorübergehend eingefangen. Er teilt vielmehr unsere Umlaufbahn, ohne gravitationell fest an uns gebunden zu sein. Dieses Gleichgewicht ist ein Beispiel für eine bemerkenswert stabile Koexistenz, die sich aus der Geometrie und Gravitation ergibt. So entsteht ein Mitläufer, der weder Mini-Mond noch Satellit im strengen Sinn ist.