Authorities konnten schrittweise viele wieder ans Netz anschließen, doch mehrere Tage Arbeit waren nötig, um den Schaden zu beheben.
Am Mittwoch wurden Tausende von Haushalten in Berlin wieder mit Strom versorgt, die in der gefrorenen Temperatur vier Tage lang ohne Elektrizität geblieben waren, nach einem mutmaßlichen Angriff einer weit links stehenden Gruppe auf Hochspannungsleitungen, teilten die Behörden mit.
Etwa 45.000 Haushalte und 2.200 Unternehmen verloren am Samstagmorgen die Versorgung, nachdem es zu einem Brand auf einer Brücke kam, die Hochspannungskabel über den Teltowkanal führt, im Südwesten der Hauptstadt, was schätzungsweise 100.000 Menschen betraf.
Behörden konnten schrittweise viele wieder ans Netz anschließen, doch zur Behebung des Schadens waren mehrere Tage Arbeit erforderlich.
Noch etwa 25.500 Haushalte und 1.200 Unternehmen waren am Dienstag weiterhin ohne Strom, vor allem im wohlhabenden Bezirk Zehlendorf.
Es war der längste Stromausfall in der Stadt seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs.
Der Netzbetreiber des Berliner Stromnetzes sagte, dass der Dienst am Mittwoch schrittweise auf alle verbleibenden Haushalte wiederhergestellt werde, berichtete die Deutsche Presse-Agentur (dpa).
Die Ermittler konzentrierten sich auf ein schriftliches Bekennerschreiben einer weit links stehenden Gruppe mit der Überschrift „Den Saft den Herrschern abdrehen“, in dem behauptet wird, dass ein gasbetriebenes Kraftwerk im Bezirk Lichterfelde in Berlin „erfolgreich sabotiert“ worden sei.
Es wurde behauptet, das Ziel der Aktion sei es gewesen, die fossile Energieindustrie zu treffen, nicht jedoch Stromausfälle zu verursachen.
Der deutsche Inlandsnachrichtendienst sagte, sich selbst ernannte „Vulkan-Gruppen“ hätten seit 2011 Angriffe auf Infrastruktur in Berlin und dem umliegenden Bundesland Brandenburg verübt.
Ein Angriff im Jahr 2024 auf einen Masten, der eine Tesla-Fabrik in der Nähe Berlins versorgt, hatte die Produktion vorübergehend gestoppt.
Am Dienstag erklärte die Bundesanwaltschaft, dass sie die Untersuchung übernehme, mit dem Verdacht verfassungsfeindlicher Sabotage, Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und Brandstiftung.
Der regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner, sagte, dass die Reparatur der 300 Meter langen beschädigten Kabel erst am Donnerstag abgeschlossen sein werde.
