Die US-Vertreterin als chargé d’affaires für Venezuela, Laura Dogu, ist in Caracas eingetroffen, um die seit 2019 geschlossene diplomatische Mission wieder zu eröffnen, in einem Kontext der bilateralen Annäherung nach dem Sturz von Nicolás Maduro und der teilweisen Freilassung politischer Gefangener.
Fast einen Monat nach der US-Militäraktion, die den ehemaligen venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro absetzte, unternimmt die Vereinigten Staaten einen weiteren Schritt zur Normalisierung der Beziehungen zu Caracas. Die US-Vertreterin als chargé d’affaires für Venezuela, Laura Dogu, kam am Samstag in das südamerikanische Land, um die seit sieben Jahren geschlossene US-Diplomatenmission wieder zu eröffnen.
»Ich bin gerade in Venezuela angekommen. Mein Team und ich sind bereit zu arbeiten«, bestätigte Dogu in einer Nachricht, die auf dem X-Konto derUS-Botschaft in Caracas veröffentlicht wurde, begleitet von Bildern ihrer Ankunft am internationalen Flughafen Maiquetía. Die Wiedereröffnung markiert einen Meilenstein im allmählichen Wiederaufbau der bilateralen Beziehungen, die im Februar 2019 nach der Unterstützung des Oppositionsführers Juan Guaidó durch den damaligen Präsidenten Donald Trump unterbrochen wurden.
Auch über soziale Netzwerke erklärte der venezolanische Außenminister Yván Gil, dass die Ankunft der Diplomatin Teil einer gemeinsamen Agenda sei, «die darauf abzielt, einen Fahrplan für die Arbeit in Angelegenheiten von bilateralem Interesse zu erstellen, sowie bestehende Differenzen durch diplomatischen Dialog und auf der Grundlage gegenseitigen Respekts und des Völkerrechts anzugehen und zu lösen».
Der Schritt vor der Annäherung war der Besuch am 9. Januar einer Delegation der Trump-Administration in Caracas, um die «technischen und logistischen» Bedingungen für die Wiederaufnahme diplomatischer Funktionen zu bewerten. Innenminister Diosdado Cabello sagte zu jener Zeit, dass die Wiedereröffnung der Botschaften «uns eine konsularische Vertretung ermöglichen wird».
Dogu’s Ankunft fällt auch mit der Ankündigung eines Amnestiegesetzes zur Freilassung politischer Gefangener zusammen, das von der Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez vorgelegt wurde. «Es ist ein Gesetz, das dazu dienen wird, die Wunden zu heilen, die durch die politische Auseinandersetzung entstanden sind», sagte sie.
Laut Foro Penal wurden bislang 310 Freilassungen bestätigt, obwohl die Regierung behauptet, mehr als 600 Menschen freigelassen zu haben. Die USA bestätigten außerdem die Freilassung «aller bekannten US-Bürger, die in Venezuela festgehalten wurden».