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Mathematikprofessor enthüllt: So wenig Zeit sparst du mit 150 statt 130 km/h – das Ergebnis ist lächerlich

5. Februar 2026

Viele Autofahrer sind überzeugt: Wer schneller fährt, kommt deutlich früher an. Besonders auf der Autobahn scheint der Unterschied zwischen 130 km/h und 150 km/h enorm. Doch ein Mathematikprofessor hat genau nachgerechnet – und das Resultat überrascht selbst überzeugte Raser.

Die Rechnung ist simpel – und ernüchternd

Die Formel ist bekannt:
Zeit = Strecke ÷ Geschwindigkeit

Nehmen wir ein realistisches Beispiel: 100 Kilometer Autobahn.

  • Mit 130 km/h:
    → ca. 46 Minuten

  • Mit 150 km/h:
    → ca. 40 Minuten

Zeitersparnis: rund 6 Minuten.

Und das nur unter idealen Bedingungen – ohne Verkehr, Baustellen, Tempolimits oder Abfahrten.

200 Kilometer? Das Ergebnis bleibt enttäuschend

Auch bei längeren Strecken ändert sich das Bild kaum:

  • 200 km mit 130 km/h → ca. 1 h 32 min

  • 200 km mit 150 km/h → ca. 1 h 20 min

Ersparnis: etwa 12 Minuten.

Für viele Fahrer fühlt sich das nach „viel schneller“ an. Mathematisch ist es jedoch fast bedeutungslos.

Warum es sich trotzdem schneller anfühlt

Der Effekt ist psychologisch. Höhere Geschwindigkeit vermittelt Kontrolle, Effizienz und Fortschritt. Das Gehirn interpretiert das Tempo als großen Vorteil – obwohl die Uhr etwas anderes sagt.

Der Professor bringt es nüchtern auf den Punkt:

„Unser Gefühl für Geschwindigkeit ist schlecht – unser Gefühl für Zeit noch schlechter.“

Die versteckten Kosten des Schnellfahrens

Während die Zeitersparnis minimal bleibt, steigen andere Faktoren deutlich an:

  • Spritverbrauch nimmt stark zu

  • Bremsweg verlängert sich massiv

  • Unfallrisiko wächst überproportional

  • Stresslevel steigt

Mathematisch betrachtet ist das Verhältnis aus Nutzen und Risiko katastrophal.

Ein häufig gemachter Denkfehler

Viele rechnen linear:
„20 km/h schneller = 20 % schneller da.“

Das ist falsch. Der Zeitgewinn nimmt mit steigender Geschwindigkeit immer weiter ab, besonders bei ohnehin hohem Tempo. Je schneller man bereits fährt, desto geringer wird der zusätzliche Nutzen.

Wo man wirklich Zeit gewinnt

Der Professor weist darauf hin, dass echte Zeitersparnis ganz woanders entsteht:

  • rechtzeitig losfahren

  • Staus vermeiden

  • konstantes Tempo halten

  • Pausen sinnvoll planen

Diese Faktoren sparen oft mehr Zeit als 20 km/h zusätzlich auf dem Tacho.

Ein Ergebnis, das viele nicht hören wollen

150 statt 130 km/h fühlt sich spektakulär an. In der Realität spart es auf den meisten Fahrten nur wenige Minuten – manchmal weniger, als ein einziger roter Ampelzyklus.

Das mathematische Fazit ist klar:
Hohe Geschwindigkeit bringt kaum Zeit, aber deutlich mehr Risiko.

Und genau deshalb nennt der Professor das Ergebnis ohne Umschweife:
lächerlich.

Lennart Krüger

Lennart Krüger

Ich bin Lennart Krüger, Redakteur bei S-Bahn Hamburg. Ich schreibe über Stadtleben, Kultur und alles, was Hamburg bewegt – von neuen Projekten bis zu verborgenen Geschichten. Meine Leidenschaft: die Vielfalt dieser Stadt in Worte zu fassen.