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Tierärzte schlagen Alarm: Lebenswichtige Warnung an alle Katzenhalter – jetzt handeln!

7. Februar 2026

Warum die Anzahl der Katzentoiletten zählt

Viele Katzenhalter geben sich große Mühe, ihren Tieren ein gesundes und anregendes Zuhause zu bieten. Neben hochwertigem Futter und abwechslungsreichen Spielzeugen gerät jedoch ein Detail oft in den Hintergrund: die Katzentoilette. Dabei ist gerade sie ein zentraler Baustein für Wohlbefinden und Verhaltensstabilität.

Katzen sind ausgeprägt territorial und teilen ungern ihre Toilettenplätze. Wenn mehrere Tiere dieselbe Toilette nutzen müssen, entstehen schnell Spannungen: Einige Katzen meiden dann das Klo, markieren in der Wohnung oder werden gegenüber Artgenossen aggressiv. Fachleute empfehlen daher die einfache Faustregel: pro Katze eine Toilette, plus eine zusätzliche. In einem Haushalt mit zwei Katzen sind also drei Klos ideal, damit jeder Vierbeiner eine Ausweichmöglichkeit hat und kein Wettbewerb entsteht.

Diese Aufteilung reduziert Stress, beugt Unsauberkeit vor und senkt das Risiko von Harnmarkieren. Besonders in Mehrkatzenhaushalten verbessert sie die Gruppendynamik und unterstützt eine ruhige, harmonische Koexistenz.

Der richtige Standort schafft Ruhe

Nicht nur die Anzahl, auch der Standort der Toiletten ist entscheidend. Vermeiden Sie es, alle Klos an derselben Stelle zu platzieren. Katzen bevorzugen getrennte Bereiche, die sie je nach Stimmung und Situation aufsuchen können. Optimal sind ruhige Zonen, die weder in Laufwegen liegen noch direkt neben Fressplätzen oder Schlafstellen.

Katzentoiletten sollten leicht zugänglich, gut belüftet und vor plötzlichen Geräuschen geschützt sein. In mehrstöckigen Wohnungen oder Häusern empfiehlt es sich, auf jeder Etage mindestens eine Toilette bereitzustellen. So vermeiden Sie Barrieren, die besonders für ältere oder ängstliche Tiere problematisch sind.

Hygiene und Materialwahl: die unterschätzte Basis

Katzen reagieren sehr sensibel auf Gerüche und Sauberkeit. Ein verschmutztes Klo wird schnell gemieden, und die Katze sucht sich eine vermeintlich saubere Alternative – oft das Sofa, der Teppich oder das Bett. Entfernen Sie daher täglich feste Ausscheidungen und verklumpte Stellen. Ein kompletter Substratwechsel sollte je nach Streuart wöchentlich oder zumindest regelmäßig erfolgen.

Für die Reinigung eignen sich milde, unparfümierte Mittel, weil stark riechende Duftstoffe Katzen irritieren können. Bei der Streu lohnt sich ein Testen: Klumpende Streu ist praktisch, feinkörnige ist oft pfotenschonend, und staubarme Varianten sind für empfindliche Atemwege hilfreich. Offen oder Haube? Manche Tiere mögen Privatsphäre, andere benötigen offene Sicht und gute Luftzirkulation. Beobachten Sie die Vorlieben Ihrer Katze und passen Sie die Ausstattung an.

Automatische Toiletten können Arbeit erleichtern, sind aber nicht für jedes Tier geeignet. Geräusche, Vibrationen oder ein ungewohntes Mechanikgefühl können Angst erzeugen. Prüfen Sie Bewertungen, stellen Sie eine langsame Gewöhnung sicher und halten Sie notfalls eine klassische Alternative bereit.

Frühwarnzeichen erkennen und rasch handeln

Wenn eine Katze plötzlich außerhalb der Toilette uriniert oder ihr Verhalten abrupt ändert, ist das ein ernstes Warnsignal. Mögliche Auslöser sind Stress, Revierkonflikte oder Schmerzen. Achten Sie auf weitere Anzeichen wie vermehrtes Miauen, Rückzug, ungewohnte Aggressivität, häufiges Lecken im Genitalbereich oder angestrengtes Harnen.

„Eine Katzentoilette pro Tier plus eine zusätzliche verhindert Stress und viele Harnprobleme – und sie ist oft die schnellste, wirksamste Maßnahme im Alltag“, betont eine erfahrene Tierärztin. Wenn das Problem trotz Optimierungen anhält, suchen Sie zeitnah den Tierarzt auf. Harnwegsinfekte, Kristalle oder Entzündungen können zu Schmerzen führen, und die Katze verbindet diese dann mit der Toilette. Eine frühzeitige Diagnose schützt Gesundheit und Lebensqualität.

Übrigens: Auch Freigänger brauchen im Haus eine Toilette. Wetter, Revierdruck oder nächtliche Störungen machen eine indoor verfügbare, ruhige Option unverzichtbar.

Praktische Checkliste für den Alltag

  • Pro Katze eine Toilette plus eine Extra-Toilette.
  • Toiletten in ruhigen, getrennten Bereichen platzieren.
  • Täglich säubern, regelmäßig komplett wechseln.
  • Unparfümierte Reinigungsmittel und passende Streu wählen.
  • Vorlieben der Katze beobachten: offen, Haube, Einstieghöhe.
  • Frühwarnzeichen ernst nehmen und tierärztlich abklären.

Mit der richtigen Anzahl, geschickter Platzierung und konsequenter Hygiene schaffen Sie die Grundlage für entspannten, sauberen Toilettengebrauch. So sinkt das Risiko für Konflikte, Unsauberkeit und Gesundheitsprobleme – und Ihre Katze fühlt sich im eigenen Revier rundum sicher.

Lennart Krüger

Lennart Krüger

Ich bin Lennart Krüger, Redakteur bei S-Bahn Hamburg. Ich schreibe über Stadtleben, Kultur und alles, was Hamburg bewegt – von neuen Projekten bis zu verborgenen Geschichten. Meine Leidenschaft: die Vielfalt dieser Stadt in Worte zu fassen.