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EU enthüllt Strategie zum Schutz des Blocks vor bösartigen Drohnen

11. Februar 2026

Die neue Strategie der Europäischen Kommission umfasst neue Investitionen in die technologische Entwicklung, um die Überwachungskapazität zu integrieren.

Die Europäische Union entwickelt eine Strategie, um böswillige Drohnen, die in den Block eindringen, effizient zu erkennen; die Kommission stellte am Dienstag einen Aktionsplan vor, als Reaktion auf mehrere Vorfälle, die kritische Infrastrukturen betreffen.

Ziel der Strategie ist es, Investitionen in Technologien zu erhöhen, die die Integration von Überwachungssystemen verbessern können, sowie bessere Erkennungstechnologien, um böswillige Drohnen von anderen zu unterscheiden.

In den letzten Monaten haben Länder wie Polen und Belgien mehrere Vorfälle gemeldeter Drohnen im nationalen Luftraum oder bei der Beeinträchtigung kritischer Infrastrukturen und Dienstleistungen erlebt, etwa an Kernkraftwerken und Flughäfen.

Im Aktionsplan schlägt die Kommission vor, die EU-Länder durch eine „koordinierte zivil-militärische industrielle Kartierung zur Anziehung von Investitionen und Förderung von Innovation und Interoperabilität“ sowie durch eine „verstärkte Testkapazität für Gegen-Drohnen-Systeme“ zu unterstützen.

Die Kommission kündigte außerdem ein neues EU Counter-Drone Centre of Excellence und die Entwicklung eines Zertifizierungsschemas für Gegen-Drohnen-Systeme sowie den Start eines Drone and Counter-Drone Industry Forum an, um den Dialog mit industriellen Akteuren zu fördern und die Produktion zu skalieren.

Es gibt auch Pläne, klarere Richtlinien für Betreiber festzulegen und ein Pilotprojekt zu starten, „die maritime Überwachung zu verbessern“, zum Schutz gegen Bedrohungen aus großer Höhe.

Ein weiteres zentrales Ziel ist der Aufbau eines „einheitlichen Luftanzeigesystems“, das alle Daten integriert, um böswillige Drohnen von legitimen zu unterscheiden.

Die Kommission ruft auch interessierte Länder dazu auf, sich in der öffentlichen Beschaffung und dem Einsatz von Gegen-Drohnen-Systemen zusammenzuschließen.

Stärkung des Ostens

Am 16. Oktober veröffentlichte die Europäische Kommission ihre Defence Readiness Roadmap 2030, in der von einer „Drohnen-Wand“ die Rede ist, die bis Ende 2027 vollständig funktionsfähig sein wird und in die sogenannte Ostflanken-Wache integriert wird.

Der Fahrplan erwähnt auch die Schaffung eines „Air Defence Shield“ und eines „Defence Space Shield“.

Die EU-Drohnen-Wand wird voraussichtlich ein integriertes Verteidigungssystem vom Baltikum bis zum Schwarzen Meer sein. Es würde aus Sensoren und Systemen bestehen, die verdächtige Drohnen erkennen, identifizieren, verfolgen und neutralisieren, die in den europäischen Luftraum eindringen oder kritische Infrastruktur bedrohen.

Dennoch warnen einige Drohnenhersteller und EU-Regierungen davor, dass die Häufigkeit der Vorfälle bereits stark zunimmt. Anfang November erklärte Polen, dass eine Drohnen-Wand innerhalb von drei Monaten betriebsbereit sein soll.

Im September 2025 startete die NATO die Operation Eastern Sentry, eine Mission zur Verstärkung der europäischen Ostflanke durch eine verstärkte Boden-, See- und Luftpatrouillen; im November gaben NATO-Beamte bekannt, dass ein neues US-Anti-Drohnen-System an der Ostflanke Europas eingesetzt wurde.

NATO-Verbündete arbeiten eng mit der EU zusammen, um Überschneidungen von Initiativen zu vermeiden und eine bessere Koordination zu erreichen.

Lennart Krüger

Lennart Krüger

Ich bin Lennart Krüger, Redakteur bei S-Bahn Hamburg. Ich schreibe über Stadtleben, Kultur und alles, was Hamburg bewegt – von neuen Projekten bis zu verborgenen Geschichten. Meine Leidenschaft: die Vielfalt dieser Stadt in Worte zu fassen.