Eine makabre Entdeckung wurde in Lutoryż nahe Rzeszów gemacht, bei der Renovierungsarbeiten auf einem Grundstück menschliche Überreste entdeckt wurden, die als Föten identifiziert wurden. Das Gelände gehörte zuvor einem 57-jährigen Pathologen, der von den Behörden festgenommen wurde.
Eine makabre Entdeckung, die vor einigen Tagen in Lutoryż nahe Rzeszów gemacht wurde, hat große Empörung ausgelöst. Auf privatem Land, das zuvor einem Pathologen gehört hatte, wurden begrabene Überreste menschlicher Föten und medizinischer Abfälle gefunden.
‚Am 10. Juni 2026 wurde das Bezirksstaatsanwaltschaft in Rzeszów davon benachrichtigt, dass bedeutende Mengen von Gegenständen, die medizinische Abfälle darstellen, hauptsächlich Paraffinblöcke und Mikroskopfolien, auf einem Grundstück in der Gemeinde Lutoryż entdeckt worden waren,‘ sagte Krzysztof Ciechanowski, Sprecher der Regionalstaatsanwaltschaft in Rzeszów, in einer Erklärung (Quelle auf Polnisch).
‚Nach bisherigen Erkenntnissen wurden diese Gegenstände bei Erdarbeiten auf dem Grundstück entdeckt. Unter dem gefundenen Abfall befanden sich ein menschlicher Fötus und weitere Überreste, von denen angenommen wird, dass es sich um Föten in einem frühen Stadium oder fetale Fragmente handelt. Fachärztliche Rechtsmediziner wurden zum Ort geschickt und bestätigten, dass die gesicherten Überreste menschliche Föten sind,‘ fügte der Staatsanwalt hinzu.
Lokalmedien berichten von Dutzenden fetaler Überreste
In ersten Berichten war von etwa einem Dutzend Föten die Rede. Die Medien berichteten später, dass die Ermittler rund 30 Fundstücke von Überresten gesichert hätten.
Die Ermittler betonen, dass die endgültige Feststellung der Zahl der gesicherten Überreste weitere fachliche Tests und eine Identifizierung des Materials auf dem Grundstück erfordert.
Die Arbeiten auf dem Grundstück würden bis nächste Woche fortgesetzt; die Staatsanwaltschaft werde jedoch vorerst keine weiteren Informationen bekannt geben.
Der mutmaßliche Arzt konnte nicht sofort befragt werden
Die Staatsanwaltschaft führt unter anderem Ermittlungen wegen Leichenschändung und der illegalen Lagerung gefährlicher Abfälle. Diese Straftaten ziehen Strafen von bis zu zwei Jahren bzw. bis zu zwölf Jahren Freiheitsstrafe nach sich.
Im Verlauf der Ermittlungen stellte sich heraus, dass die aktuellen Eigentümer des Grundstücks das Areal von einem Pathologen gekauft hatten. Am Donnerstag ordnete die Staatsanwaltschaft die Festnahme der 57-jährigen Magdalena H. an.
Die Frau wurde in Zamość festgenommen und von den Ermittlern vernommen werden.
Nach Informationen der Medien behauptete die Frau, dass die Überreste aus medizinischem Material stammten, das für pathologische Untersuchungen verwendet worden sei. Unbestätigten Berichten zufolge soll auch ein Teil des Materials während der COVID-19-Pandemie aus einem Krankenhaus entnommen worden sein. Diese Umstände werden derzeit untersucht.
Magdalena H. sollte vor der Staatsanwaltschaft erscheinen und Angaben über den Ursprung der Überreste und deren Lagerung machen. Die Vernehmung fand jedoch nicht statt. Laut Radio Rzeszów fühlte sich die Frau während der Prozeduren unwohl und benötigte medizinische Hilfe. Sie wurde schließlich ins Krankenhaus gebracht.