Nach Angaben des Vorsitzenden der liberal-konservativen MR-Partei beabsichtigt die Regierung, die neue Straßenmaut durch die Senkung anderer Steuern für Belgiens Bürgerinnen und Bürger auszugleichen.
Am Freitag kündigten die drei Regionen Belgiens an, im nächsten Jahr eine Straßenmaut einzuführen, die auch von ausländischen Fahrern, die durch das Land reisen, zu zahlen wäre.
Das Land erhebt derzeit keinerlei Gebühren von Autofahrern für die Nutzung seiner Autobahnen, und die Einführung einer Zahlungsform war seit Jahren Gegenstand von Debatten.
„Jeder, der unsere Straßen nutzt, muss fair zu deren Unterhalt beitragen“, sagte der Verkehrsminister der südlichen Wallonie, François Desquesnes.
Ab dem 1. Mai 2027 müssen Autofahrer ihr Fahrzeug registrieren und die Straßenmaut bezahlen; Tagestickets werden für Fahrer angeboten, die quer durch das Land fahren.
Ein Jahrespass für ein Null-Emissionsfahrzeug kostet 90 € und bis zu 125 € für stärker verschmutzende Fahrzeuge.
Routenüberwachungskameras, die Autos erfassen, die keine Gebühr bezahlt haben, ziehen eine Geldstrafe von 70 € nach sich.
In Belgien sind die einzelnen Regionen für die Instandhaltung der Straßen und Autobahnen verantwortlich.
Derzeit können Autofahrer nahezu alle Autobahnen gebührenfrei nutzen, aber die Möglichkeit der Einführung einer Gebühr wurde seit mehreren Jahren diskutiert.
Die Einnahmen würden für den Betrieb und die Instandhaltung des Straßennetzes verwendet werden.
Die vorgeschlagene Maut bedarf noch der endgültigen Genehmigung durch die Regionen und die europäischen Behörden.
Nach Angaben des Vorsitzenden der liberal-konservativen MR-Partei beabsichtigt die Regierung, die neue Straßennutzungsgebühr durch die Senkung anderer Steuern für Belgiens Bürgerinnen und Bürger auszugleichen.