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Französische Rechtsextreme fordern das EU-Parlament auf, des Todes des Aktivisten Quentin Deranque zu gedenken.

19. Februar 2026

Patriots for Europe fordert eine Schweigeminute im Europäischen Parlament für Quentin Deranque, einen französischen rechtsextremen Aktivisten, der nach einer Auseinandersetzung mit linksextremen Aktivisten in Lyon gestorben ist, während einer Sitzung, die dem Jahrestag der vollständigen Invasion Russlands in die Ukraine gewidmet war.

Der Tod des französischen rechtsextremen Aktivisten Quentin Derarque hat das Europäische Parlament erreicht, wobei die Gruppe Patriots for Europe eine Schweigeminute für die Plenarsitzung der kommenden Woche beantragt hat, bestätigten Quellen und Abgeordnete der Gruppe Euronews gegenüber.

A demonstration organised by far-right groups is also planned in Brussels on Thursday evening.

Auch in Brüssel ist am Donnerstagabend eine Demonstration von rechtsextremen Gruppen geplant.

Deranque, 23, starb am Samstag in einem Krankenhaus, nachdem er während einer Auseinandersetzung zwischen linksextremen und rechtsgerichteten Aktivisten in Lyon nach einer Veranstaltung mit der linksradikalen Abgeordneten Rima Hassan verprügelt worden war.

Zeugen sagten, Deranque habe bei einem Protest gegen den Auftritt von Hassan an der Sciences Po als Sicherheitsdienst fungiert, als er von rivalisierenden Aktivisten angegriffen wurde. Sein Tod hat landesweite Proteste und politische Debatten in ganz Frankreich ausgelöst.

Die Delegation der französischen Rechtspartei Rassemblement National (RN) im Europäischen Parlament hat beschlossen, den Fall dem Parlament vorzulegen, wobei der Delegationsvorsitzende Jean-Paul Garraud einen Antrag auf eine Schweigeminute vor der Plenarsitzung der kommenden Woche gestellt hat.

Die außerordentliche Sitzung war ausschließlich dazu vorgesehen, den vierten Jahrestag der vollständigen Invasion Russlands in die Ukraine zu begehen.

Patriots for Europe hat die Initiative ihrer französischen Mitgliedspartei unterstützt und wird formal den Präsidenten des Europäischen Parlaments, Roberta Metsola, bitten, sie zu genehmigen.

Nach den Parlamentsregeln können politische Gruppen vor Beginn einer Sitzung einen Antrag auf eine Schweigeminute an den Präsidenten stellen, der ihn beim Eröffnen der Sitzung genehmigen oder ablehnen kann.

Euronews hat das Parlament um eine Stellungnahme gebeten.

Der Schritt erinnert an eine Kontroverse aus dem letzten Jahr, als der schwedische MEP Charlie Weimers während einer laufenden Sitzung eine Schweigeminute beantragte, um den Tod des rechtsextremen US-Aktivisten Charlie Kirk zu gedenken.

Ein Vizepräsident des Europäischen Parlaments wies diesen Antrag als verfahrenswidrig zurück, was zu lauten Protesten von mehreren EU-Abgeordneten führte.

Lennart Krüger

Lennart Krüger

Ich bin Lennart Krüger, Redakteur bei S-Bahn Hamburg. Ich schreibe über Stadtleben, Kultur und alles, was Hamburg bewegt – von neuen Projekten bis zu verborgenen Geschichten. Meine Leidenschaft: die Vielfalt dieser Stadt in Worte zu fassen.