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Mann in Polen nach Befahren des frischen Asphalts mit Traktor und Aufwühlen der Fahrbahn in Untersuchungshaft

12. August 2026

Die Bürgermeisterin von Gliwice, Katarzyna Kuczyńska-Budka, sagte, dass nach Schätzungen der Kommunalen Straßenbehörde die Kosten für den Schaden etwa 93.056 Euro betragen.

Ein 60-jähriger Landwirt fuhr mit seinem Traktor auf eine frisch verlegte Asphaltstraße in der südpolnischen Stadt Gliwice und hob mit einem Pflug rund 200 Meter der Oberfläche auf.

Nach Angaben der Gliwicer Kommunalpolizei behauptete der Mann, die Straße gehöre ihm und die darauf durchgeführten Arbeiten seien illegal. Es soll auch angekündigt worden sein, dass er die Oberfläche erneut beschädigen werde.

Am Sonntag erhob die Staatsanwaltschaft Gliwice-West Anklage gegen den 60-Jährigen wegen der Beschädigung von Eigentum von erheblichem Wert. Die Ermittler beantragten beim Amtsgericht Gliwice, den Mann drei Monate in Untersuchungshaft zu nehmen, mit der Begründung, dass die Straftat eine Freiheitsstrafe von ein bis zehn Jahren nach sich ziehen könne.

Das Gericht ordnete seine Untersuchungshaft noch am selben Tag an.

„Das Gericht begründete die Untersuchungshaft damit, dass der Verdächtige realistisch eine schwere Freiheitsstrafe zu befürchten habe und dass er möglicherweise rechtswidrige Schritte unternehmen könnte, um dem zu entgehen“, sagte das Gericht.

Behauptetes Eigentum an der Straße

Nach Informationen der Gliwicer Regionalstaatsanwaltschaft gab der Mann zu, den frisch verlegten Asphalt aufgerissen zu haben. Während der Vernehmung wiederholte er das Argument, das er zuvor der Polizei vorgetragen hatte, und beharrte darauf, dass das Land, auf dem die Straße verläuft, sein Eigentum sei.

Allerdings zeigen von den Ermittlern gesammelte Unterlagen, dass das Land der örtlichen Behörde gehört.

„Der hohe Grad der Schuld des Verdächtigen wird dadurch gezeigt, dass er geplant und absichtlich vorgegangen ist und landwirtschaftliche Maschinen eingesetzt hat, um die Straße zu zerstören, wodurch er sein beabsichtigtes Ziel erreicht hat. Das hohe Maß an gesellschaftlichem Schaden, der durch die mutmaßliche Straftat verursacht wird, zeigt sich daran, dass Anwohner benachbarter Häuser jahrelang auf die Reparatur und den Bau der Straße warteten, die der Verdächtige zerstört hat, und die Folgen dieser Tat betreffen alle Einwohner von Gliwice, die nun die beträchtlichen Kosten für den Wiederaufbau der Straße tragen müssen“, so die Gliwicer Regionalstaatsanwaltschaft.

Polizeibeamte stellten fest, dass der 60-Jährige zum Zeitpunkt seiner Festnahme nüchtern war. Sein Traktor wurde zum Polizeiparkplatz abgeschleppt und es kam auch heraus, dass das Fahrzeug nicht über die gesetzlich vorgeschriebene Haftpflichtversicherung verfügte.

Massive Verluste

Die Bürgermeisterin von Gliwice, Katarzyna Kuczyńska-Budka, hat sich ebenfalls zu dem Fall geäußert. Sie erklärte, dass nach Schätzungen der Kommunalen Straßenbehörde die Verluste bei rund 400.000 Zloty (93.056 Euro) liegen.

Sie erklärte, dass nicht nur die Asphaltschicht, sondern auch die Straßenbasis zerstört worden sei. Die Bürgermeisterin veröffentlichte eine Aufnahme in den sozialen Medien, die den Moment zeigt, in dem der Landwirt mit seinem Traktor die frisch verlegte Straßenoberfläche pflügt. Sie fügte hinzu, dass dies nicht das erste Mal sei, dass dem Mann vorgeworfen wird, öffentliches Eigentum beschädigt zu haben.

Der Kommunale Straßenbetrieb (ZDM) gab außerdem eine Stellungnahme ab, in der auf Behauptungen reagiert wurde, dass Rybacka Street im Bezirk Ostropa teilweise der Stadt und teilweise dem Landwirt gehört habe.

„Die Straße gehört vollständig der Stadt Gliwice. Es ist keine Privatstraße, noch eine Straße, von der irgendein Teil privaten Eigentümern gehört. Es ist auch falsch zu behaupten, dass das Fehlen der Zustimmung eines privaten Eigentümers Auswirkungen auf die Renovierung oder das Verlegen der Asphaltoberfläche gehabt habe“, betonte der ZDM.

Lennart Krüger

Lennart Krüger

Ich bin Lennart Krüger, Redakteur bei S-Bahn Hamburg. Ich schreibe über Stadtleben, Kultur und alles, was Hamburg bewegt – von neuen Projekten bis zu verborgenen Geschichten. Meine Leidenschaft: die Vielfalt dieser Stadt in Worte zu fassen.