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Partei-Spitzen von Schottland, Wales und Nordirland: Die Zukunft gehört wieder in die EU

17. September 2026

Die wichtigsten Parteien jeder Nation wollen sich vom Vereinigten Königreich lösen, haben jedoch unterschiedliche Positionen dazu, wie und wann dies geschehen könnte.

Die Ersten Ministerinnen und Ersten Minister von Schottland, Wales und Nordirland haben gesagt, dass sie die Zukunft ihrer Nationen „in der Europäischen Union“ sehen.

Die drei Führer trafen sich in der walisischen Hauptstadt Cardiff, wo ihre Parteien eine gemeinsame Vereinbarung unterzeichneten, die das Recht ihrer Nationen auf Selbstbestimmung bekräftigt.

Die drei Spitzenpolitiker trafen sich in ihrer Eigenschaft als Parteiführer und nicht als Vertreter ihrer jeweiligen Regierungen.

John Swinney aus Schottland führt die Schottische Nationalpartei (SNP) an, Rhun ap Iorwerth aus Wales führt Plaid Cymru, was „die Partei von Wales“ bedeutet, und Michelle O’Neill aus Nordirland ist eine hochrangige Persönlichkeit in Sinn Féin. Sie wurden außerdem von Mary Lou McDonald, der Präsidentin von Sinn Féin, begleitet.

Die SNP und Plaid Cymru unterstützen die Unabhängigkeit Schottlands bzw. Wales; Sinn Féin setzt sich derweil für eine irische Wiedervereinigung ein. Die drei Parteien gehen unterschiedlich vor, wie und wann verfassungsrechtliche Veränderungen erfolgen sollten.

Im Jahr 2014 fand in Schottland ein Unabhängigkeitsreferendum statt, bei dem 55,3 % der Wähler dafür stimmten, Teil des Vereinigten Königreichs zu bleiben.


Leader of Plaid Cymru (Party of Wales in Welsh) hosted the leaders of the Scottish National Party and Sinn Fein

Das in Cardiff unterzeichnete Abkommen besagte, dass die britische Regierung in Westminster nicht das Recht haben dürfe, Demokratie zu blockieren.

„Unsere Nationen haben das Recht auf Selbstbestimmung. Keine Westminster-Regierung hat das Recht, Demokratie zu blockieren oder das Prinzip zu untergraben, dass unser Volk über seine Zukunft entscheidet“, heißt es.

Bei der Ankündigung des Abkommens sagte Swinney, die drei Parteien seien „absolut durch dieses Prinzip der Selbstbestimmung vereint“, und fügte hinzu, dass es „im Kern des heute von uns unterzeichneten Abkommens liegt“.

Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz forderten Swinney und O’Neill Referenden über schottische Unabhängigkeit bzw. irische Wiedervereinigung. Rhun ap Iorwerth nannte keinen Zeitplan für eine Abstimmung über die Unabhängigkeit Wales.

Labour, das auf UK-Ebene von London aus regiert, beschuldigte Plaid Cymru, ihre Position in Wales dazu zu nutzen, Großbritannien zu zerbrechen.

Lennart Krüger

Lennart Krüger

Ich bin Lennart Krüger, Redakteur bei S-Bahn Hamburg. Ich schreibe über Stadtleben, Kultur und alles, was Hamburg bewegt – von neuen Projekten bis zu verborgenen Geschichten. Meine Leidenschaft: die Vielfalt dieser Stadt in Worte zu fassen.