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Piloten-Gewerkschaft kündigt diese Woche weitere Streiks bei Lufthansa an

18. April 2026

Die jüngste Streikrunde setzt einen jüngsten Trend bei Reiseunterbrechungen an Deutschlands verkehrsreichsten Knotenpunkten fort und wirft Passagierreisen in Unsicherheit.

Die deutsche Gewerkschaft der kommerziellen Piloten, Vereinigung Cockpit (VC), hat ihre Mitglieder bei den Lufthansa-Gruppe-Airlines aufgefordert, die Streikmaßnahmen fortzusetzen, nachdem in dieser Woche zuvor eine zweitägige Demonstration stattgefunden hatte.

Die geplante Streikrunde soll am Donnerstag, dem 16. April um 00:01 Uhr Ortszeit beginnen und am Freitag, dem 17. April um 23:59 Uhr Ortszeit enden. Die neueste Runde der Aktionen fordert eine Schlichtung zur Beilegung des Pensionsstreits.

Darüber hinaus würden alle Eurowings GmbH-Flüge, die am 16. April von deutschen Flughäfen abfliegen, zwischen 00:01 Uhr und 23:59 Uhr betroffen sein, gab VC in einer Pressemitteilung bekannt und erklärte, die Lage bleibe „unverändert“.

„Es gibt keinerlei Bewegung seitens der Arbeitgeber“, sagte Andreas Pinheiro, Präsident von VC. „Weder Lufthansa und Lufthansa Cargo haben ein Angebot zu betrieblichen Pensionsplänen vorgelegt, noch hat Lufthansa CityLine ein tragfähiges Angebot für einen neuen Tarifvertrag zur Vergütung gemacht, noch hat Eurowings ein Angebot zu betrieblichen Pensionsplänen unterbreitet.“

Er betonte auch, dass eine Schlichtung ein Weg zur Beilegung des Streits mit Unterstützung einer unabhängigen Drittpartei und zur Vermeidung einer weiteren Eskalation sein könne.

Dies folgt auf die anfängliche Streikaktion, die am 12. und 13. April stattfand.

Der Arbeitsausstand, der mit weniger als zwei Tagen Vorankündigung angekündigt wurde, sollte laut Air Traveler Club mindestens 80% der Flüge von den Drehkreuzen Frankfurt und München gefährden und potenziell mehr als 50.000 Reisende in Schwebe lassen.

VC, die mindestens 10.000 Piloten bei verschiedenen deutschen Fluggesellschaften repräsentiert, fügte hinzu, dass sich seine Beschwerde darauf konzentriert, dass Lufthansa sich weigert, mehrere Lohnstreitigkeiten, einschließlich der Pensionen, beizulegen.

Wie hat Lufthansa reagiert?

Mit dem Scheitern der Verhandlungen sieht sich der in Köln ansässige Carrier nun den Folgen gegenüber, darunter der Ersatz geplanter Flüge durch von anderen Fluggesellschaften innerhalb der Lufthansa Group oder Partner-Airlines betriebene Dienste.

In einer aktualisierten Stellungnahme sagte Lufthansa, dass Passagiere, die von der Aktion betroffen sind, am 14. April per E-Mail informiert würden.

Nach den neuesten Umbuchungs- und Rückerstattungsbedingungen können Passagiere mit Tickets von Lufthansa, Austrian, Swiss, Brussels Airlines oder Air Dolomiti, ausgestellt am oder vor dem 13. April, und die auf Flügen der Lufthansa betriebenen Flüge, einschließlich Lufthansa CityLine vom 13. bis 16. April gebucht sind, kostenlos auf einen anderen Lufthansa Group-Flug umbuchen, der vor dem 23. April startet. Es besteht auch die Möglichkeit, eine Rückerstattung zu beantragen.

Lufthansa wird zudem Bahntickets der Deutschen Bahn für Passagiere auf stornierten Flügen ohne alternative Optionen anbieten.

„Wir bedauern aufrichtig die durch den kurzfristig von der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit angekündigte Streikaktion verursachten Beeinträchtigungen und danken Ihnen für Ihr Verständnis“, sagte die Fluggesellschaft.

Wochenende voller Störungen

Die bevorstehende Streikaktion folgt auf Zehntausende von Passagieren in ganz Deutschland, die Reiseunterbrechungen erlebten.

Die Unabhängige Flugbegleiter-Organisation (UFO), eine Gewerkschaft, die Flugbegleiter in Deutschland vertritt, rief das Personal von Lufthansa CityLine GmbH zu einem Streik am Freitag, dem 10. April, auf.

Der eintägige Streik legte Flüge in Frankfurt und München lahm, wobei The Independent von rund 580 Flugausfällen in Frankfurt berichtete, wodurch bis zu 72.000 Reisende betroffen waren.

Wie ihre Pilotenkollegen liegen auch die Beschwerden der UFO in nicht gelösten Lohnstreitigkeiten – man greift zu Arbeitskampfmaßnahmen, um ihre Forderungen durchzusetzen.

„Bis heute weigert sich das Management konsequent, überhaupt mit uns über unsere Forderungen nach einem kollektiv vereinbarten Sozialplan zu verhandeln, unsere Forderungen zu berücksichtigen, oder überhaupt ein verhandelbares Angebot für einen solchen Plan vorzulegen“, hieß es von der Gewerkschaft.

Lennart Krüger

Lennart Krüger

Ich bin Lennart Krüger, Redakteur bei S-Bahn Hamburg. Ich schreibe über Stadtleben, Kultur und alles, was Hamburg bewegt – von neuen Projekten bis zu verborgenen Geschichten. Meine Leidenschaft: die Vielfalt dieser Stadt in Worte zu fassen.