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Streit zwischen Elon Musk und dem ZDF löst heftige Kontroverse aus

20. Juni 2026

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Der deutsche Sender ZDF hat auf eine Unterlassungsklage von Elon Musk reagiert und eine Textzeile aus dem Vorspann eines Programms gelöscht, die sich auf seine Verbindungen zum rechtsextremen britischen Aktivisten Tommy Robinson bezog.

Der Streit zwischen dem US-Technologieunternehmern Elon Musk und dem öffentlich-rechtlichen Sender ZDF sorgt landesweit für erhebliches Aufsehen in Deutschland.

In der Berichterstattung über die vergangenen anti-Immigranten-Unruhen in Belfast sagte eine Ausgabe von „ZDFheute live“, Musk habe in seinen Social-Media-Beiträgen über Nordirland von „einer Jagd auf Migranten“ gesprochen.

Am Montag bezeichnete Musk die Charakterisierung seiner Worte durch das ZDF als eine „terrible lie“ und erklärte, er gehe gegen den Sender rechtliche Schritte vor, der die umstrittene Passage inzwischen entfernt hat.

Am 9. Juni teilte Musk einen Beitrag des britischen rechtsextremen Aktivisten Tommy Robinson, in dem Robinson nach dem Messerangriff durch einen sudanesischen Mann in Belfast zu Protesten aufrief.

Musk kommentierte: „Nur durch wiederholtes und lautes Protestieren wird es irgendeine Veränderung geben!!“


Polizeimaßnahmen gegen Demonstranten in der Nähe von Newtownabbey nach einem Messerangriff, 10. Juni 2026


ZDF hat inzwischen bestätigt, dass Elon Musk über eine deutsche Anwaltskanzlei eine Unterlassungserklärung bezüglich der Einleitung der 12. Juni 2026 ausgestrahlten Folge von „ZDFheute live“ mit dem Titel „Riots in Belfast – How Musk is fuelling the protests.“ ZDF ist dieser Aufforderung nachgekommen und hat die strittige Passage aus dem Intro entfernt. Bereits am Samstag hatte ZDF dem Programm eine korrigierende Transparenznotiz hinzugefügt.

Der Sender fügte der Online-Version der fraglichen Sendung einen Hinweis hinzu, in dem er zugab, dass seine Worte „ungenau und potenziell irreführend“ waren.

Laut der BBC sagte das in den USA ansässige Centre for Countering Digital Hate, dass soziale Medien eine „Schlüsselrolle“ bei der Anstiftung der Gewalt in Belfast gespielt hätten.

Gleichzeitig warf die Organisation Musk vor, „anti-migrant narratives“ zu verstärken, die von anderen verbreitet wurden, und deren Reichweite auf Millionen von Nutzern ausgedehnt zu haben.

Unterstützung von der deutschen Rechten

Die rechtspopulistische Alternative für Deutschland (AfD) zeigte sich in der Auseinandersetzung mit dem ZDF unterstützend gegenüber Musk.

Gemeinsam mit der Debatte postete AfD-Mitvorsitzende Alice Weidel auf X und schrieb: „Verleumdung sollte nicht ohne Folgen bleiben. Lasst sie nicht davonkommen.“

Musk ist in den letzten Jahren ein lautstarker Unterstützer der AfD gewesen und hat auch andere rechtsgerichtete Parteien in Europa unterstützt.

Die Auseinandersetzung wird weiter durch den Chefredakteur des rechtsgerichteten Nachrichtenportals, Julian Reichelt, angeheizt.

The headquarters of ZDF in Mainz, 7 November, 2021

Der Hauptsitz des ZDF in Mainz, 7. November 2021


Der ehemalige Chefredakteur der Tageszeitung Bild schrieb auf X: „Lerchenberg ist eine Festung der Lügen. ZDF erfindet einfach die Behauptung, Elon Musk habe ‚eine Jagd auf Migranten aufgerufen‘. Tatsächlich schrieb Musk auf X: ‚Nur durch wiederholtes und lautstarkes Protestieren wird es Veränderung geben!!‘ Wie lange wollen wir noch zulassen, dass dieser Staat uns dazu zwingt, die Propagandalügen zu finanzieren? Und wie kann es sein, dass beim ZDF heute ständig Lügen, Täuschung und Manipulation mit Worten und KI vorherrschen, ohne persönliche Konsequenzen?“

In seiner Unterstützungserklärung für Musk erwähnte Reichelt auch Deutschlands Rundfunkgebühren, deren Abschaffung die AfD zu einem ihrer zentralen politischen Ziele gemacht hat.

Lennart Krüger

Lennart Krüger

Ich bin Lennart Krüger, Redakteur bei S-Bahn Hamburg. Ich schreibe über Stadtleben, Kultur und alles, was Hamburg bewegt – von neuen Projekten bis zu verborgenen Geschichten. Meine Leidenschaft: die Vielfalt dieser Stadt in Worte zu fassen.