Bislang war Anne-Claire Legendre Emmanuel Macrons Beraterin für Nordafrika und den Nahen Osten; sie erklärt, dass sie das „arabische Element in der französischen Kultur“ fördern werde, als neue Leiterin des Instituts der Arabischen Welt. Sie ersetzt Jack Lang, der das Amt wegen Enthüllungen über seine Verbindungen zu Jeffrey Epstein niedergelegt hat.
Anne-Claire Legendre, Emmanuel Macrons Beraterin für Nordafrika und den Nahen Osten, folgt Jack Lang an der Spitze des renommierten Instituts der Arabischen Welt.
Der ehemalige Kulturminister kündigte seinen Rücktritt vor zehn Tagen an, nachdem sein Name in der Epstein-Affäre aufgetaucht war.
Die Nominierung von Anne-Claire Legendre wurde dem Verwaltungsrat des IMA durch Außenminister Jean-Noël Barrot vorgelegt und von dessen Mitgliedern einstimmig genehmigt.
Zusammen mit Emmanuel Macron war Anne-Claire Legendre maßgeblich an Frankreichs Schritt beteiligt, den Staat Palästina anzuerkennen.
Als Karrierediplomatin verbrachte sie außerdem mehr als zwei Jahre als Sprecherin des Außenministeriums und diente in mehreren französischen Botschaften, unter anderem in Kuwait und im Jemen.
Jack Lang ins Visier einer Steuerbetrugsuntersuchung
Auf die Ankündigung von Anne-Claire Legendres Ernennung reagierte Jack Lang mit der Bezeichnung der Nachricht als „ausgezeichnete Nachricht“ im sozialen Netzwerk X und lobte „eine Persönlichkeit von großem intellektuellen Kaliber, die die Arbeit des Instituts der Arabischen Welt stets unterstützt hat“.
Der ehemalige Kulturminister muss den Strafverfolgungsbehörden Antworten zu seinen Verbindungen, einschließlich finanzieller Verbindungen, zu Jeffrey Epstein geben.
Seine Tochter Caroline Lang gründete 2016 eine Offshore-Gesellschaft, registriert auf den US-Jungferninseln, zusammen mit dem amerikanischen Geschäftsmann mit krimineller Vergangenheit.
Jack Lang und Caroline Lang stehen beide im Mittelpunkt einer Untersuchung wegen erschwerter Geldwäsche der Erlöse aus Steuerbetrug.