Anstelle von Kakaobohnen fanden die Beamten mehr als 400 Pakete, die in schwarzer Folie eingewickelt waren, wobei jedes etwa 20 Blöcke komprimierten Kokains enthielt.
Die Behörden in Deutschland sagten am Mittwoch, sie hätten mehr als acht Tonnen Kokain aus einem Container beschlagnahmt, der eigentlich Kakaobohnen tragen sollte, und zwei Verdächtige wurden später in Spanien festgenommen.
Die Zollbehörden schätzen den Straßenwert des in Wilhelmshaven an der Nordseeküste beschlagnahmten Kokains auf rund 500 Millionen Euro.
Die Drogen wurden am 9. Februar beschlagnahmt und die anschließenden Festnahmen erfolgten am 14. Mai in El Ejido, in der spanischen Provinz Almería.
Der Container sei aus Westafrika gekommen und nach Spanien bestimmt gewesen, so die Ermittler in einer Stellungnahme.
Anstelle von Kakaobohnen fanden die Beamten mehr als 400 Pakete, die in schwarzer Folie eingewickelt waren, wobei jedes etwa 20 Blöcke komprimierten Kokains enthielt.
Die Sendung wurde in Deutschland zerstört, bevor der Container auf dem Weg nach Barcelona weitergeleitet wurde.
Die Ermittler identifizierten zwei mutmaßliche Organisatoren der Sendung und nahmen sie bei der Übergabe des Containers fest.
Einer von ihnen, der Geschäftsführer eines Importunternehmens, soll von den spanischen Zollbehörden mit einer früheren Kokainlieferung in Verbindung gebracht worden sein, hieß es in der Erklärung.
Das Paar könnte in Spanien mit Freiheitsstrafen rechnen, falls es vor Gericht gestellt und verurteilt wird.
„Heute sind Drogen überall“
Ende Dezember des vergangenen Jahres warnte der scheidende Leiter der Europäischen Drogenbehörde (EUDA) davor, dass „Heute Drogen überall sind“.
„Alles kann genutzt werden oder Gegenstand eines süchtigmachenden Verhaltens werden. Und infolgedessen kann jeder persönlich oder indirekt mit jemandem konfrontiert werden, der ein Problem akuter oder chronischer Sucht hat“, sagte Alexis Goosdeel.
Im Jahr 2023 meldeten die EU-Mitgliedstaaten im siebten aufeinanderfolgenden Jahr einen Rekord bei der Beschlagnahme von Kokain, insgesamt 419 Tonnen.
In ihrem Jahresbericht des vergangenen Jahres sagte die EUDA, dass Spanien im Jahr 2024 seine größte Kokainbeschlagnahme in einer einzigen Sendung meldete: 13 Tonnen, versteckt in Bananen aus Ecuador.
Deutschland beschlagnahmte 2023 43 Tonnen Kokain, darunter 25 Tonnen im Hamburger Hafen, doppelt so viel wie 2022 gemeldet.
Auch neue Substanzen sind in Europa aufgetaucht, Produkte, die eine breite Palette von Verbrauchern ansprechen, von gelegentlichen und sozial integrierten Nutzern bis zu jenen mit problematischem Konsumverhalten und sozialer Marginalisierung.