CDU-Politiker und deutscher Bundestagsabgeordneter Günter Krings bezeichnet die Ergebnisse der Wahl in Sachsen-Anhalt als verheerend und sagt, die Lage sei noch schlimmer als erwartet, nachdem die rechtsextreme AfD 43,8 Prozent der Stimmen gewonnen habe.
Es wäre nicht ‚verantwortlich‘ für die christlich-demokratische Union (CDU), bereits einen Tag nach dem Wahlsieg der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD) in Sachsen-Anhalt darüber zu sprechen, den Kanzler zu wechseln, hat der CDU-Politiker und Bundestagsabgeordnete Günter Krings Euronews gesagt.
Er sagt, seine Partei müsse ihre Anstrengungen darauf richten, ihre ‚geringe‘ Glaubwürdigkeit zu verbessern, und weist der Europäischen Union die Schuld zu, indem er erklärt, dass „ein wesentlicher Teil der Wut der Wähler von den Entscheidungen der EU kommt“.
Die AfD gewann am Sonntag 43,8 Prozent der Stimmen im ostdeutschen Bundesland, mehr als doppelt so viel wie vor fünf Jahren.
Das lag deutlich vor der CDU von Merz, die 17,2 Prozent erreichte und damit rund die Hälfte ihrer Unterstützung verlor. Es lastet zunehmender Druck auf Kanzler Friedrich Merz, dessen Beliebtheit in Umfragen Rekordtiefstände erreicht hat.