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Spanien erwartet die heißeste Woche des Sommers mit Temperaturen bis zu 45 °C in der kommenden Woche

20. Juli 2026

Der spanische Wetterdienst Aemet sagt, dass ab Dienstag das Land seine dritte sommerliche Hitzewelle erleben wird, mit Höchstwerten von bis zu 45°C, während große Waldbrände in Zaragoza und Guadalajara wüten.

Die staatliche spanische Wetterbehörde hat den Zeitplan festgelegt: Die Temperaturen werden diesen Samstag zu steigen beginnen, sich ab Dienstag, dem 22., zu verstärken, und nach gegenwärtigen Vorhersagen ist unwahrscheinlich, dass sie sich vor spätestens Donnerstag, dem 23. Juli, beruhigen.

Die Behörde schließt nicht aus, dass Montag selbst in den offiziellen Hitzeperiode aufgenommen wird, falls die Daten dies bestätigen. Es wäre die dritte Hitzeperiode in Spanien dieses Sommers.

Das Phänomen, erklärt Aemet, ist das Ergebnis eines atmosphärischen Blocking-Musters, verstärkt durch das Vorhandensein eines abgeschnittenen Tiefs westlich der Halbinsel. Diese Kombination lässt eine Masse warmer, trockener Luft aus Nordafrika, beladen mit schwebendem Staub, sich über weiten Teilen Spaniens und der Balearen abzusetzen.

Das Ergebnis wird ein allmählicher Temperaturanstieg sein, der am Donnerstag seinen Höhepunkt erreicht, wobei die Messwerte lokal 45°C erreichen oder diese überschreiten könnten, insbesondere im südostlichen Drittel des Festlandspaniens.

Andalusien, das Ebro-Tal, die nordöstlichen Depressionen, das Genil-Becken und das Innere von Mallorca werden die höchsten Werte verzeichnen, mit Höchstwerten über 40°C in mehreren Gebieten über mehrere aufeinanderfolgende Tage hinweg.

Hinzu kommen vor allem warme Nächte, ein Faktor, den Aemet als besonders gesundheitsgefährdend hervorhebt, da der Körper so nicht die tagsüber aufgebaute Wärme wieder abbauen kann.

Gesundheit und Waldbrandrisiko, die zwei Hauptanliegen

Das Gefährdungsniveau um die Mittagszeit wird als signifikant eingestuft, insbesondere für Outdoor-Aktivitäten Durchführende und für die am stärksten gefährdeten Gruppen: ältere Menschen und Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Behörde fordert die Menschen auf, äußerste Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, insbesondere am Donnerstag, wenn die Hitze voraussichtlich ihren Höhepunkt erreicht.

Gleichzeitig wird das Waldbrandrisiko extreme Ausmaße annehmen, ein Szenario, das durch die Möglichkeit trockener nachmittäglicher Gewitter in Bergregionen, die Blitze, aber kaum Regen bringen, noch verschärft wird – ein Cocktail, der die Entstehung neuer Brandherde besonders begünstigt.

Dieser Sommer entwickelt sich bereits zu einem außergewöhnlichen Fall in der historischen Bilanz. Zwischen dem 1. Juni und dem 15. Juli lag die durchschnittliche Temperatur in Spanien 3,3°C über dem Normalwert, was den Rekord, der im gleichen Zeitraum 2024 festgelegt wurde, um 0,4°C übertraf; bisher war er der heißeste Maßstab zusammen mit 2015.

Zwei große Waldbrände verschlechtern die Lage, noch bevor die Hitzeperiode überhaupt beginnt

Die Temperatursteigerung an diesem Wochenende, vor dem offiziellen Start der Episode, fällt zusammen mit zwei Waldbränden, die seit mehreren Tagen außer Kontrolle brennen. Das schwerste Feuer, das am Mittwoch in der Nähe von Orés (Zaragoza) ausbrach, ist zum bislang zerstörerischsten Brand des Jahres in Spanien geworden: Vorläufige Zahlen schätzen die verbrannte Fläche auf etwa 15.400 Hektar, mit einem Umfang von ca. 60 Kilometern.

Mehrere Städte bleiben evakuiert, und gemäß der stellvertretenden Präsidentin der Aragon-Regionalregierung, Mar Vaquero, sind die Bedingungen an diesem Samstag etwas günstiger als am Vortag, obwohl der Brand aufgrund von wechselnden Winden in der Gegend nach wie vor komplex ist.

Der zweite aktive Frontabschnitt befindet sich in der Sierra Norte de Guadalajara, in der Gemeinde La Mierla, wo das Feuer ebenfalls am Donnerstag gemeldet wurde. Der Regierungssprecher in Castilla-La Mancha, José Pablo Sabrido, hat anerkannt, dass das Feuer bereits auf 6.000 Hektar zusteuert und die Behörden nicht optimistisch hinsichtlich seiner weiteren Entwicklung sind.

Angesichts dieser Situation sagte der Präsident von Aemet und Staatssekretär für Umwelt, Hugo Morán, in einem Interview bei „Radio 5“, dass das Land in eine Kette aufeinanderfolgender Hitzeperioden eingetreten sei, eine Situation, die die Bemühungen zur Kontrolle des Waldbrandrisikos erschwere.

Lennart Krüger

Lennart Krüger

Ich bin Lennart Krüger, Redakteur bei S-Bahn Hamburg. Ich schreibe über Stadtleben, Kultur und alles, was Hamburg bewegt – von neuen Projekten bis zu verborgenen Geschichten. Meine Leidenschaft: die Vielfalt dieser Stadt in Worte zu fassen.