Das Magazin der S-Bahn Hamburg
Der goldene Herbst ist da! Ab in die S-Bahn und raus in die Natur

Der goldene Herbst ist da! Ab in die S-Bahn und raus in die Natur

Zuerst war die Enttäuschung groß, als die Temperaturen sanken und sich die Sonne immer seltener zeigen wollte. Der Herbst stand schneller vor der Tür als erwartet: doch diesen Schreck haben wir inzwischen erfolgreich überwunden! Jetzt genießen wir das goldene Herbstlicht, das durch das braune, rote und gelbe Blattwerk fällt. Wir zeigen euch 5 Orte in S-Bahn-Nähe, an denen euch die herbstlichen Monate verzaubern werden!

Klövensteen

Rissen

Der erste Tipp führt euch in den Westen der Region: Rissen ist der letzte Halt im Hamburger Stadtgebiet der Linie S1. Von dieser Station ist es ein kleiner Fußmarsch entlang des Schöns Parks, der Wedeler Au sowie der Rüdigerau bis ihr euch in einem der schönsten und größten Waldgebiete Hamburgs wiederfindet.

Das Naturschutzgebiet Klövensteen umfasst insgesamt 580 Hektar – das entspricht einer größeren Fläche als die Hamburger Innenstadt vorweist. Zur Revierförsterei gehört zudem ein Wildgehege, das nicht nur für Kinder einen Besuch wert ist. Hier lernen auch Erwachsene noch etwas Neues über die heimische Flora und Fauna!

Sachsenwald

Aumühle

Unser nächstes Ausflugsziel befindet sich außerhalb der Tore Hamburgs: der Sachsenwald. Schleswig-Holsteins größtes Waldgebiet darf auf unserer Liste für den goldenen Herbst natürlich nicht fehlen. Sechs schöne Wanderrouten führen durch das 58 Quadratkilometer große Forst, das sich überwiegend im Privatbesitz der Familie von Bismarck, den Nachfahren des deutschen Reichskanzlers, befindet.
Der dortige Baumbestand ist deutschlandweit einer der letzten, der dem eines Urwalds nahe kommt. Diese Fläche ist der Rest eines riesigen Gebietes aus vorwiegend Laubbäumen, das sich früher von der Ostsee bis nach Niedersachsen erstreckte.

Hennebergpark

Poppenbüttel

An der Poppenbüttler Alsterschleuse versteckt sich – inmitten einer kleinen Parkanlage – Hamburgs letzte Burg. Die Familie Henneberg ließ sich dort im 19. Jahrhundert nieder und gab, als Ergänzung zu ihrem Gutshof, einen Garten in Auftrag.
Doch nach der Fertigstellung fehlte der Familie noch das gewisse Etwas: Gutsbesitzer Albert Henneberg hatte die zündende Idee und ließ 1884 seine persönliche Burg Henneberg errichten! Diese sollte eine Miniaturvariante des Stammsitzes der Familie in Thüringen darstellen. Ein kleiner Spaziergang rund um die Alster, durch den Park und vorbei an der Burg, ist definitiv lohnenswert.

Wir möchten euch ein weiteres Wildgehege ans Herz legen – dafür geht’s nach Altona: dieser Hirschpark ist nicht nur ein bezaubernder Landschaftsgarten, der sich entlang der Elbchaussee auf dem Elbhügel erstreckt. Ein kleiner Aussichtsplatz am Geesthang bietet zudem einen wunderschönen Blick auf die Elbe. An dieser Stelle wurde im 18. Jahrhundert ein stattliches Landhaus errichtet, welches auch heute noch gut erhalten Wind und Wetter trotzt. Das dazugehörige reetgedeckte Witthüs beherbergt eine gemütliche Teestube, die zu einer ausgedehnten Pause einlädt.

Boberger Niederung

Mittlerer Landweg

Ein Highlight, egal zu welcher Jahreszeit: Die Dünenlandschaft, das Waldgebiet und die Heidefläche der Boberger Niederung ziehen uns immer wieder aufs Neue in ihren Bann. Das Naturschutzgebiet ist übrigens eines der artenreichsten Hamburgs! Flora und Fauna sind hier einmalig, besonders Vogelbeobachter kommen im Hamburger Süden auf ihre Kosten. Und mal ehrlich: Träumen wir nicht oft genug davon, barfuß durch weißen Sand zu spazieren? Die Wanderdüne in Lohbrügge lässt diese Träume wahr werden. Mit einem kleinen Picknick im Gepäck steht einem perfekten „Strandtag“ nichts mehr im Wege!