Das Magazin der S-Bahn Hamburg
„Eisen verbindet“ in Stade

„Eisen verbindet“ in Stade

Seit 2012 verschönert die 11. Klasse der Waldorfschule Stade die Unterführung des Stader Bahnhofs. In diesem Jahr feiert Waldorfschule 100-jähriges Jubiläum und in diesem Zusammenhang hat sich die Schule in Stade für die Bemalung des Tunnels eine ganz besonderes Thema überlegt: "Eisen verbindet". Wie die Schüler das Motto umgesetzt haben und welche Kunstwerke entstanden sind, erfahrt ihr in diesem Artikel.

In der Vergangenheit wurde der Tunnel des Stader Bahnhofs oft beschmiert und war nicht sehr ansehnlich. Vor diesem Hintergrund entwickelte Hans-Wolfgang Roth, Kunstlehrer an der Waldorfschule Stade, vor sieben Jahren gemeinsam mit der S-Bahn Hamburg dieses tolle Projekt. Die Verschönerungen des Tunnels kommen nicht nur der Bahn und den Fahrgästen, sondern auch den Schülerinnen und Schülern zugute: Jede 11. Klasse freut sich auf die Projektwoche, in der sie ihrer Kreativität freien Lauf lassen und die Tunnelwände neugestalten darf.

In diesem Jahr wird die Waldorfschule 100 Jahre alt und führt zur Feier des Jubiläums weltweit Projekte durch, die den gemeinsamen Impuls der Waldorfschulen, wie sie sich schöpferisch und mit hilfreichen Ideen und Handlungen in die Gesellschaft stellen, zum Ausdruck bringen.

Die Waldorfschule Stade hat sich bereits an anderen weltweiten Ideen von Waldorf 100 beteiligt wie z.B. die große Schulen verbindende Netzwerkstaffel durch Deutschland, das jahrelange Bienenprojekt und den weltumspannenden Morgenspruch. Dieser wurde zu Ehren des Gründers Rudolf Steiner am 27. Februar 2019 in aller Welt zum Schulbeginn von der ganzen Schule gemeinsam gesprochen.

In dem diesjährigen Bahnhofstunnelprojekt wurde genau diesem Netzwerkgedanken, der ja gleichzeitig der verbindenden Idee von Schienen symbolisiert, umgesetzt. So lautete das allgemeine Thema: „Eisen verbindet“ In diesem Fall steht Eisen für Veränderung und Entwicklung. Konkret haben sich die Schüler mit der verbindenden Kraft der Länder auf dieser Erde, der Länder, in denen auch Waldorfschulen Heimat gefunden haben, auseinander gesetzt. Dazu wurden die Fahnen dieser Länder aufgegriffen und spielerisch-malerisch umgesetzt.

Vom dem 24. bis 28. Juni waren die Schüler täglich in dem etwas anderen Atelier am Stader Bahnhof beschäftigt. Viele der Elftklässler entschieden sich für abstrakte Kunstwerke und setzten diese farbenfroh um. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen: An den Tunnelwänden sind bunte und schöne Kunstwerke entstanden.

Fotos:

Annabella Wu