Das Magazin der S-Bahn Hamburg
Das neue Liniennetz der S-Bahn Hamburg

Das neue Liniennetz der S-Bahn Hamburg

Damit Hamburg gut ankommt.

Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2023 können sich alle Fahrgäste der S-Bahn Hamburg auf spürbare Verbesserungen freuen. Wie das geht? Mit einem verbesserten Liniennetz. Wir schaffen für euch ein noch attraktiveres Nahverkehrsangebot. Vorhang auf für das neue Liniennetz der S-Bahn Hamburg.

Seit 2007 ist das Fahrgastaufkommen um mehr als 30 Prozent gestiegen. Gleichzeitig haben wir unser Angebot um über 15 Prozent erhöht. Für noch mehr Wachstum und mehr Stabilität haben wir jetzt gemeinsam mit der Behörde für Verkehr und Mobilitätswende und dem hvv das seit Jahrzehnten gewachsene Liniensystem in einem neuen Gesamtkonzept umfassend weiterentwickelt.

Unser Ziel

Wir wollen die Auswirkungen von Störungen lokal begrenzen. Wir möchten euch mehr Platz durch Langzüge mit neun Wagen in Richtung Süden bieten und mehr Zeit zum Ein- und Aussteigen an stark besuchten Haltestellen ermöglichen. Unser wichtigstes Ziel: weniger Zugausfälle, mehr Zuverlässigkeit und mehr Pünktlichkeit. Außerdem möchten wir bis 2030 neue Linien und Strecken in Betrieb nehmen und gemeinsam mit der Stadt den Hamburg-Takt einführen.

Das sind die Vorteile für euch

Die S-Bahn Hamburg wird zuverlässiger und pünktlicher. Durch weniger Zugausfälle und Verspätungen stärken wir das Liniennetz und bieten verlässlichere Umsteigemöglichkeiten, was zu einem stabileren Gesamtsystem führt. Und ein wichtiger Punkt: Dank klarer Linienführungen ohne zweistellige Bezeichnung wird unser Liniennetz übersichtlicher und ihr findet euch leichter zurecht. Egal ob ihr täglich pendelt oder nur ab und zu in die S-Bahn steigt.

Wie das Ganze konkret aussieht, erfahrt ihr hier:

So ändern sich unsere Linien

Ab Dezember 2023 ist die neue S1 zwischen Wedel und Airport bzw. Poppenbüttel unterwegs. Auf der neuen S2 fahrt ihr zukünftig zwischen Aumühle und Altona. Mit der neuen S3 verbinden wir Pinneberg mit Neugraben. Die neue S5 bringt euch zwischen Stade und Elbgaustraße ans Ziel.

Die Fahrten der jetzigen S11 werden in die neue S1 integriert. In der Hauptverkehrszeit wird die S1 also im Fünf-Minuten-Takt verkehren. Die Fahrten der heutigen S21 werden in die neue S2 integriert. In der Hauptverkehrszeit wird die S2 ebenfalls im Fünf-Minuten-Takt fahren.

Bonus: Für alle südlich der Elbe wird es deutlich mehr Platz geben, dank Langzügen mit neun Wagen, die auf der S3 zukünftig von morgens bis abends fahren werden.

So sieht es aus: unser neues Liniennetz ab Fahrplanwechsel im Dezember 2023

So geht es weiter

Natürlich bedeutet das neue Liniennetz eine Umstellung eurer Mobilitätsroutinen. Wir werden euch dabei unterstützen, wenn die Umsetzung näher rückt.

Wir bereiten alles für die ersten Veränderungen zum Fahrplanwechsel im Dezember 2023 vor und informieren euch über alle Neuerungen. Ihr habt also genug Zeit, euch auf das neue System einzustellen.

Ausblick in die Zukunft

Bis 2030 wollen wir dann gemeinsam mit der Stadt Hamburg den Hamburg-Takt umsetzen. Und damit nicht genug: Mit der Eröffnung der für die S-Bahn ausgebauten Strecke Eidelstedt – Kaltenkirchen, wird die Linie S5 nach Kaltenkirchen verlängert. Hinzu kommt die Verstärkerlinie S6 zwischen Elbgaustraße und Harburg Rathaus. Sie kann, in Abhängigkeit vom infrastrukturellen Ausbau und der Nachfrage, in den Folgejahren bis Neugraben verlängert werden. Mit der neuen Infrastruktur für die Linie S4 von Altona bis Bad Oldesloe wird das Liniennetz komplettiert.

Weitere Informationen

Ihr habt Fragen?

Wir haben Antworten:

Das neue Liniennetz wird zum Fahrplanwechsel 2023/24 eingeführt: am Sonntag, den 10. Dezember 2023

Mit der Einführung des neuen Liniennetzes verändern sich einige Strecken. Dies betrifft aber in den meisten Fällen nur einen kleinen Teilabschnitt der Strecke.
Mit der klaren und verständlichen Nummerierung der Linien von 1 bis 5 wird es keine Linienvarianten (z.B. S11 der S1 oder S21 der S2) mehr geben.

Die Linien S1 und S3 verkehren durch den Citytunnel, die Linien S2 und S5 werden über die Verbindungsbahn geführt. Im Hauptbahnhof und in Altona sind bahnsteiggleiche Umstiege möglich.

Die neuen Linienverläufe:
- Die neue S1 führt wie bisher von Wedel durch den Citytunnel nach Poppenbüttel bzw. zum Flughafen. Die Fahrten der S11 werden in die S1 integriert und führen nicht mehr über die Verbindungsbahn. In der Hauptverkehrszeit verkehrt die S1 im Fünf-Minuten-Takt. Der Linienverlauf der S1: Wedel/Blankenese – Altona – Jungfernstieg – Hbf – Ohlsdorf – Airport/Poppenbüttel

- Die neue S2 verkehrt zwischen Altona und Aumühle und führt über die Verbindungsbahn. Sie umfasst die Fahrten der alten Linien S2 und S21. In der Hauptverkehrszeit fährt sie im Fünf-Minuten-Takt. Der Linienverlauf der S2: Aumühle/Bergedorf – Berliner Tor – Hbf – Dammtor – Altona

- Die neue S3 führt von Pinneberg nach Neugraben durch den Citytunnel. Die Fahrtzeiten werden geringfügig verlängert und es kommen Langzüge von morgens bis abends zum Einsatz. Der Linienverlauf der S3: Neugraben – Harburg – Hbf – Jungfernstieg – Altona – Pinneberg

- Die neue S5 verkehrt zwischen Stade und Elbgaustraße über die Verbindungsbahn. Im südlichen Abschnitt übernimmt sie die Aufgaben der bisherigen S31, im nördlichen Abschnitt die der bisherigen S21. Der Linienverlauf der S5: Stade – Harburg – Hbf – Dammtor – Elbgaustraße

Eine Simulation ergab, dass nur rund 2 Prozent der Fahrgäste zusätzlich umsteigen müssen. Dafür ist jedoch das Liniensystem stabiler und es kommt zu weniger Verspätungen und Zugausfällen.
Die Umsteigezeiten am Hauptbahnhof und in Altona werden leicht verlängert. Das erleichtert das Umsteigen auf andere Anschlussverbindungen. Mittelfristig ist die Einführung des Hamburg-Takts vorgesehen. Damit werden Wartezeiten im Innenstadtbereich noch kürzer werden.

Auf folgenden Strecken müssen Fahrgäste zukünftig umsteigen:
- Zwischen Bergedorf und dem Citytunnel
- Zwischen Blankenese und der Verbindungsbahn
- Zwischen Poppenbüttel und der Verbindungsbahn
- Zwischen Stade-Fischbek und dem Citytunnel
- Die Anschlüsse dazu werden zuverlässiger funktionieren
- Zusätzliche Umstiege werden bahnsteiggleich erfolgen

 

Notwendige Haltezeitenverlängerungen ließen sich im aktuellen Liniennetz nicht mehr abbilden. Die Wachstumsfähigkeit war nicht gegeben.

Mit dem neuen Liniennetz schaffen wir mehr Kapazitäten ohne den Bau weiterer Gleise und erhöhen die Zuverlässigkeit des S-Bahnbetriebs.

Künftige Erweiterungen wie die S5 nach Kaltenkirchen, die S4 nach Bad Oldesloe und die S6 als Verstärkerlinie zwischen Elbgaustraße und Neugraben lassen sich so nachhaltig in das neue S-Bahn-Netz integrieren.

Das neue Liniennetz, wie es im Dezember 2023 eingeführt wird, erfordert keine zusätzlichen Baumaßnahmen, sondern ermöglicht eine optimale Nutzung der bestehenden Infrastruktur.