Das Magazin der S-Bahn Hamburg

Ein Wochenende voller Kunst

Die S-Bahn Hamburg hat ihre Türen für Kunst an Stationen geöffnet

Vom 16.11. bis zum 19.11. hat die S-Bahn Hamburg bei der add art Veranstaltung 2023 mitgemacht. Mehrere Künsler:innen haben ihre Kunstwerke im Deutsche Bahn Gebäude in Hammerbrook (Galerie H44) ausgestellt und über ihren ganz persönlichen Beitrag zum Projekt „Station und Kunst“ berichtet.

Die seit 2013 bestehende Veranstaltung add art hat auch seit diesem Jahr die Stationskunst im Fokus. Jedes Jahr im November öffnen Hamburger Unternehmen ihre Türen, um eine Brücke zwischen Wirtschaftsunternehmen und Kunst zu schaffen. Auch wir haben in diesem Jahr teilgenommen und das Projekt Station und Kunst vorgestellt. Weitere Informationen zu add art findet Ihr hier. 

An vier Tagen begrüßten wir mehr als 200 Gäste im DB-Gebäude in Hammerbrook. Am ersten Tag gab es um 14 Uhr eine Eröffnungsveranstaltung, die eine kurze Ansprache durch Projektleiter Gerhard Ludwig selbst, sowie die Ehrung aller teilnehmenden Künstler:innen beinhaltete.

Am Wochenende wurden dann zwischen 14 und 17 Uhr Führungen angeboten, bei dem die Besucher:innen die Möglichkeit hatten, persönlich Fragen zum Projekt Station und Kunst sowie an die Künstler:innen zu stellen. Der Austausch war intensiv und fördernd für den weiteren Projektausbau. 

Das Projekt Station und Kunst  

Station und Kunst ist ein Engagement der S-Bahn Hamburg in Kooperation mit Station & Service AG. Ziel des Projektes ist es, den Wohlfühlfaktor von Fahrgästen an Stationen zu steigern und präventiv gegen Vandalismus und Verschmutzungen vorzugehen. Projektleiter Gerhard Ludwig und Christian Rolin von Station & Service AG haben bereits in der Vergangenheit einige Motive an unterschiedliche S-Bahn-Stationen umgesetzt.

Die Veranstaltung zeigt, dass die Hamburger:innen das Projekt unterstützen und in Zukunft weitere Stationen folgen werden. Im Folgenden möchten wir Ihnen unsere bisherigen Künstler:innen vorstellen. 

Künstler Lapiz hat die Station S-Veddel verschönert 

Unter dem Motto „Gesichter der Veddel“ hat Lapiz mit einem Siebdruck die gesamte S-Bahn-Station Veddel gestaltet. Die Arbeit zeigt, wie Lapiz unterschiedliche Veddel-Bewohner fotografiert hat und die verschiedenen Parts einzelner Gesichter zu einem neuen fiktiven Gesicht zusammengefügt hat. Die Gesichter wurden dann mithilfe eines Siebdrucks aufgetragen. Auch auf der Veranstaltung selbst hat Lapiz seine weiteren Kunstwerke vorgestellt.  

 

Künstlerin Daniela Spitzar und Künstler Rupprecht Matthies an der Station Halstenbek 

Daniela Spitzar hat vor etwa 11 Jahren das erste Mal die Station Halstenbek umgestaltet. Gemeinsam mit der Schule an der Bek in Halstenbek wurde zum Thema “Bahnhofserwachen” die Station umgestaltet und viele florale Motive eingearbeitet. In diesem Jahr wurde die Station grundgereinigt und die Kunstwerke wieder aufgearbeitet. Auch Rupprecht Matthies hat die sogenannten „Chillsteine“ auf dem Bahnsteig, die als Sitzmöglichkeit dienen, erneuert. 

Auch Lena Kaufmann hat in diesem Jahr eine freie Fläche an der Station Halstenbek gestaltet. Das Motiv hat durch die floralen Elemente und die "Chillsteine" vom Bahnsteig einen persönlichen Bezug zu Halstenbek erhalten. Alles weitere findet Ihr im folgenden Artikel. 

Künstlerin Annette Prüfer und Künstler Kai Teschner 

Das Künstler-Duo hat bereits mehrere Arbeiten an S-Bahn-Stationen umgesetzt. Darunter fallen die Stationen Elbgaustraße, Othmarschen, Mittlerer Landweg, Alte Wöhr, Hochkamp, Othmarschen und Wellingsbüttel. Auch auf der add art Veranstaltung wurden die Motive und Ansätze ihrer Arbeit aufgezeigt.

Hauptaugenmerk liegt hierbei immer auf Wandbilder. Mit ihrem sozialen Engagement haben sie geflüchteten Kindern und Jugendlichen eine künstlerische Beschäftigung geboten. Wichtig ist ihnen hierbei immer die Individualität jedes einzelnen zu berücksichtigen und die einzelnen Arbeiten dann in einem Gesamtkonzept zu integrieren.  

Auch weitere Künstler wie Paolo Moretto, Gerrit Peters und Darko Nikolic haben ihre Kunstwerke vor Ort ausgestellt. Paolo Moretto stammt gebürtig aus Verona in Italien und verarbeitet in seinen Werken die Gemeinsamkeiten und Unterschiede seiner Heimat Verona und Hamburg. In Zukunft wird auch er eine Stationsfläche umgestalten. 

Gerrit Peters ist derzeit dabei die Station Ottensen zu gestalten und Darko Nikolic gestaltet eine Stützsäule der S-Bahn-Station Hammerbrook. Die Stützsäulen werden in Zukunft alle unterschiedlich künstlerisch gestaltet, um so eine Outdoor-Galerie aufzubauen.  

Weitere Eindrücke zur Veranstaltung findet Ihr hier: 

Ein Wochenende voller Kunst
Ein Wochenende voller Kunst
Ein Wochenende voller Kunst

Zusammenfassend war die Veranstaltung eine gelungene Zusammenkunft von Künstler:innen und Kunstinteressierten. Falls Du an Stations- und Kunstprojekten interessiert bist, wende Dich gern direkt an den Projektleiter Gerhard Ludwig an gerhard.ludwig@deutschebahn.com 

Text: Anne Höffner 

Fotos: Christian Martin