Das Magazin der S-Bahn Hamburg
Ein Tag mit #10 … Diana Reupert

Ein Tag mit #10 … Diana Reupert

Heute begleiten wir Projektassistentin Diana Reupert, sie betreut das Redesign des ET 474 und den Umbau des Fahrgastinformation-Sytems (FIS) in Ohlsdorf. Wir nehmen euch mit auf eine Reise durch ihren spannenden Alltag.

„MS Project“ ist ihr liebstes Werkzeug! Mit diesem Tool behält Diana Reupert den vollen Überblick, wann welcher Zug im Werk ankommt oder dieses verlässt. Genauer gesagt geht es hier um die ET 474 Redesign-Züge. Denn Diana gehört in Hamburg zu dem siebenköpfigen Team, das sich um die Abnahme der modernisierten Züge in Ohlsdorf kümmert. Neben ihr sind noch sechs Abnahmemeister im Team.

Mit ihrer Crew übernimmt sie die Koordination der anstehenden Aufgaben im gesamten Projekt. Bevor ein ET 474 Neumünster zum Redesign zugeführt wird, baut ein Team aus der Revision in Ohlsdorf erst einmal die Sitze aus, die zum Lackierer nach Neumünster geliefert werden. Nach der erfolgreichen Fertigung und einer Abnahme des Komfortbereichs in Neumünster, darf der Zug mit einem frischen Look wieder nach Hamburg kommen. Im Werk Ohlsdorf stehen Restmontagearbeiten, wie Abfallbehälter- und Türmontage, Abdichtungen der Fugen oder auch die Beklebung der Piktogramme, auf dem Programm.

Natürlich wird in Ohlsdorf auch eine entsprechende Probefahrt durchgeführt, bei der neben dem Komfort vor allem die technischen Aspekte des ET 474 Redesign ganz genau überprüft werden. Bei diesen Fahrten war Diana ebenfalls immer an Bord, um gemeinsam mit dem Abnahmemeister die Checkliste zu kontrollieren. Heute wird die Probefahrt in der Teilfertigung in Ohlsdorf durchgeführt, um die Projektzeit einzuhalten.

„Mich begeistert Technik zum Anfassen!“
Diana Reupert, Projektassistentin.

Als Projektassestentin ist sie gemeinsam mit ihrem Team dafür mitverantwortlich, dass bereits so viele der redesignten Züge im Streckennetz unterwegs sind und sich auch die Fahrgäste begeistert zeigen. Bevor Diana zur S-Bahn Hamburg kam, war sie bei Dräger tätig und für sogenannte Rettungszüge tätig.

Davor hat die Vierzigjährige technische Betriebswirtschaftslehre studiert und konnte bereits damals wie heute ihr Know-how in Bezug auf Technik und Wirtschaft voll einsetzen. „Mich begeistert Technik zum Anfassen“, sagt Diana mit strahlenden Augen über ihren Job. 

Dabei zieht sie die unterste Schublade ihrer Büroablage raus und präsentiert ihre Werkshose. „Ich muss mir die Züge ja schließlich auch genau anschauen“, schmunzelt sie. Dass sie die Produktentwicklung von Anfang an mitbegleiten kann, findet sie an ihrem Job besonders spannend. Für ihre tägliche Arbeit ist Teamwork essenziell, dies umfasst auch die Zusammenarbeit mit ­verschiedensten Abteilungen. Für Diana ist die direkte Kommunikation ganz wichtig. So müssen für den reibungslosen Ablauf des Redesign-Prozesses Logistiker, Ingenieure, Fertigung, die Marketing- sowie Controlling-Abteilung zusammenarbeiten.

Diana bezeichnet sich selbst als Organisationstalent, das immer auf der Suche nach Lösungen ist. So hält sie stets alle Termine im Blick und sieht Probleme im Prozess eher als Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt. Dabei ist Diana vor allem eines: stolz! „Die S-Bahn, mit der ich täglich fahre, ist irgendwie mein Baby. Ich darf an der Entstehung der neuen Züge mitwirken und nutze die Produkte, die ich bei der Arbeit herstelle auch privat.“   

Bei so viel Passion für ihren Job kann es schon einmal passieren, dass Diana auf ihrer Heimfahrt mit der S-Bahn von Ohlsdorf zur Wandsbeker Chaussee die Bahn nach Mängeln überprüft. „Aber in letzter Zeit habe ich keine mehr gefunden“, lächelt die Ratzeburgerin.

Bei Diana kommen so private Leidenschaft und Job zusammen, denn sie hat sich schon von klein auf für Technik interessiert und hat diese dank ihres Vaters und Bruders bereits in Kindertagen miterleben können. Und die Begeisterung hält bis heute an: „Ich wollte schon immer wissen, wie ein Produkt entsteht und wie die Prozesse dahinter aussehen.“ Genau das erlebt sie jeden Tag bei ihrem Job im Projektteam des Redesigns vom ET 474.

Wie solch eine Abnahmefahrt im Detail abläuft, erfahrt ihr bald hier im Magazin.