Das Magazin der S-Bahn Hamburg
Stadthausbrücke – Einblicke in die Modernisierungsarbeiten

Stadthausbrücke – Einblicke in die Modernisierungsarbeiten

Das Modernisierungsprojekt „Zukunft Bahn“ findet im ersten großen Bauabschnitt zeitgleich an den beiden Stationen Stadthausbrücke und Jungfernstieg statt. Hier zeigen wir euch, wofür die Streckensperrpause vom 6. bis zum 9. März in der Station Stadthausbrücke genutzt wurde.

Stand: 19. März 2018

In den Frühjahrsferien vom 2. bis 19. März bekommt die Station Stadthausbrücke nun ihren letzten Feinschliff. Die neuen Wandpaneele werden an der schwarz grundierten Wand befestigt. Zudem finden die neuen Info-Screens ihren Platz an der Hintergleiswand. Eine weitere Maßnahme, um die Wohlfühlatmosphäre am Bahnsteig zu steigern, sind die neuen Stützen. Diese bekommen nicht nur auch ein moderneres Design verpasst, sondern verfügen auch über Info-Screens, die wartende Gäste mit News über das Streckennetz und aus aller Welt versorgen.

Ein Blick zurück: Der Stand am 19. März 2017

In der Zeit vom 6. bis 19. März wurde ein komplett neuer Fußboden auf den Bahnsteigen der Stationen Stadthausbrücke und Jungfernstieg eingebaut. Zusätzlich wurden in der Station Stadthausbrücke die Wandfliesen entfernt und erhielten im ersten Schritt einen neutralen Farbanstrich. 

Insgesamt lagerten 800 Paletten Steine, die jeweils 900 kg wogen, auf dem Bahngelände Elbgaustraße. Per Ziehprinzip wurden die Baustoffe in die Stationen gebracht. Dafür waren fünf Loks im Dauerbetrieb, die nachts den angefallenen Bauschutt wegbrachten und morgens die Baustelle mit neuen Materialien versorgten. Tagsüber dienten die Loks als bewegliche Baustelleneinrichtungsfläche.

An der Station Stadthausbrücke fielen einige Arbeiten an: Estrich und Bodenbelag nahmen hier je 2.000 Quadratmeter ein. Das sind 200 Quadratmeter pro Tag! Zudem wurden Fliesen einer Fläche von 1.540 Quadratmetern an der Hintergleiswand abgeschlagen und anschließend eine mehr als doppelt so große Fläche im Gleisbereich an Wand und Decke neu gestrichen.

So entstand hier eine größere Menge Schutt als in der Station Jungfernstieg. 500 Tonnen Bodenbelag und 190 Tonnen Fliesen von der Hintergleiswand mussten abtransportiert werden. Damit das alles innerhalb der Sperrzeit vom 6. bis 19. März erledigt werden konnte, arbeiteten 80 Handwerker im Zwei-Schichtbetrieb von 6 bis 23 Uhr, anschließend folgte dann die Logistik bis in die Morgenstunden.

Endspurt des ersten Bauabschnittes in der Station Stadthausbrücke: Kurz vor Ende der Sperrpause verliefen die Bauarbeiten ganz nach Plan. Die Abbrucharbeiten an beiden Stationen hatten bis Ende der ersten Woche stattgefunden. Am Montag von Woche 2 wurden die Estricharbeiten beendet und an der Station Stadthausbrücke mittlerweile bereits 90 Prozent des neuen Steinbodens verlegt.

Nach dem Abbruch aller Fliesen strich man die Hintergleiswände übergangsweise zur Vorbereitung für die Neuverkleidung im nächsten großen Bauabschnitt 2018 schwarz.

An der Stadthausbrücke musste im Endspurt nur noch verfugt werden, bevor am letzten Wochenende der Bauarbeiten über 70 Reinigungskräfte an beiden Stationen im Einsatz waren, um Wände und Böden von dem Baustaub zu befreien. So war der Citytunnel am Montag, den 20. März, wieder für den Zugbetrieb bereit.

Die Station ist nicht wiederzuerkennen: Die alten Fliesen an den Wänden sowie auf dem Fußboden wurden bereits entfernt. Dementsprechend ist es dort sehr staubig. Die Fliesen der Hintergleiswände wurden mithilfe eines Gerüstwagens abgeschlagen und konnten so auch sofort abtransportiert werden. Jetzt kann die neue Gestaltung Form annehmen.

Fotos:

Lisa Knauer